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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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Kenngott.

zugespitzt  sind.  Die  vier  Individuen  sind  an  dem  vorliegenden  Vierlinge ­
  so  innig  mit  einander  verwachsen,  dass  in  der  vertikalen
Zone  keine  einspringenden  Winkel  sichtbar  sind;  von  den  sechszehn
Endflächen  der  verwachsenen  Krystalle
  sind  die  acht  mit  P  und  p  bezeichneten
  Flächen  als  Resultat  der
Vereinigung  hervorgegangen,  welche
den  gleich  bezeichneten  Flächen  der
vorangehenden  Figur  entsprechen.  Die
stärkeren  Linien  zwischen  je  zwei  mit
P  und  p  bezeichneten  Flächen  geben
die  Richtung  der  Kantenlinien  an,
welche  je  zwei  solcher  Flächen  bilden  und  in  dem  Vierlinge  die
Rasiskanten  der  umgekehrten  vierseitigen  Pyramide  darstellen.  Durch
unregelmässige  Ausbildung  erscheinen  einzelne  Flächen  und  Theile
des  Vierlings  auf  Kosten  anderer  grösser.
So  innig  auch  die  vier  Individuen  verwachsen  sind,  sieht  man
dennoch  ausser  der  gewöhnlichen  die  Zwillingsbildung  andeutenden
Linie  auf  den  vollkommensten  Spaltungsflächen,  die  zweite  Verwachsungsfläche ­
  parallel  (00P00),  wenn  man  etwas  schief  auf  das  Ende
des  Krystalls  darauf  sieht,  und  erkennt  sie  leicht  durch  Reflex  der
Lichtstrahlen.
4.  Kugelbildung  des  Quarzes.
Als  Seitenstück  zu  der  von  mir  in  dem  Octoberhefte  des  Jahrganges ­
  1852  der  Sitzungsberichte  der  mathematisch-naturwissenschaftlichen ­
  Classe  der  kais.  Akademie  der  Wissenschaften  (Band  IX)
beschriebenen  Kugelbildung  des  Quarzes,  fand  ich  ein  zweites
Exemplar  in  den  Sammlungen  des  k.  k.  Hof-Mineralien-Cabinetes
aus  Sicilien  stammend,  -welches  eine  ähnliche  Bildung  nachweist.
Soweit  man  dieselbe  nach  demselben,  welches  in  mehrere  Stücke
geschnitten  wurde,  beurtheilen  kann,  ist  der  Quarz  ein  Absatz  aus
wässeriger  Lösung.  Wie  bei  den  Erbsensteinen  bildeten  sich  viele
kleine  Kugeln,  welche  niederfallend  auf  sedimentäre  Lagen  pulverulenten
  Quarzes  ein  lockeres  Haufwerk  mit  unregelmässiger  Schichtung ­
  darstellen,  dessen  innere  freie  Stellen,  geschützt  durch  die
darüber  liegenden  Mengen  der  Masse,  vor  störendem  Zudrai.ge
fester  Theile  allmählich  mit  krystallinisch  -  körnigem  Quarz  sich
erfüllten.

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