Mineralogische Notizen.
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gemacht, wodurch der Gypskrystall besser sichtbar wurde. Die Kante
des Salzhexaeders misst nahezu zwei Zoll und der Gypskrystall in
der Dicke etwa eines halben Zolles gebt fast durch das ganze Salzstück
hindurch und ragt auf der einen Seite ein Stück heraus.
Weil das Salz farblos ist, kann man das nahe unter einer Hexaederfläche
liegende Ende des Gypskrystalles ziemlich genau beobachten
und es erweist sich derselbe durch sein Ende als ein Vierlingskrystall,
was man aus den Flächen der verticalen Zone nicht
ersehen würde. Dieselbe zeigt nur die Flächen des Prisma oo P,
dessen scharfe Kanten durch die Flächen (00P00) gerade abgestumpft
sind, und bei der entsprechenden Ausdehnung der letzteren
Flächen bildet der Krystall ein nahezu gleichseitiges, sechsseitiges
Prisma, wie man es häufig am Gyps sieht.
An dem Ende des Krystalles sieht man eine vierflächige Zuspitzung
in der Art, als wäre sie durch zwei klinorhombische Hemipyramiden
(Augitoidhälftennach Hai di n ger) hervorgebracht, woran
jedoch die Spitze fehlt, an deren Stelle eine Vertiefung ersichtlich
ist, hervorgebracht durch eine umgekehrte vierseitige Pyramide.
Gerade auf das Ende gesehen oder in der Projection der Endflächen
erscheinen die Flächen und Kanten so vertheilt, wie die
beifolgende Figur es angibt, wobei auch das gegenseitige Verhältnis«
der etwas unregelmässig ausgedehnten Flächen hervortritt, durch
welches die Theile etwas verrückt sind, ohne dass dies der Betrachtung
irgendwie schadet. Die mit P bezeichneten Flächen bilden die
vierflächige Zuspitzung, deren Spitze fehlt und die mit p bezeichneten
Flächen bilden die vierflächige Vertiefung, welche wegen der unregelmässigen
Erweiterung zweier P-Flächen
nicht in der Mitte liegt, wie
sie liegen sollte, sondern gegen die
eine Seite hin gedrängt erscheint, wo
die zurückgedrängten /'-Flächen sich
befinden.
Um diese Vierlingsbildung zu
erklären, dient die Zusammenstellung
* der Projectionen vier einzelner Individuen,
welche in der verticalen Zone die Flächen ooP und (00P00)
Wle der Vierling zeigen und deren Enden durch zwei klinorhombische
Hemipyramiden in entgegengesetzter Stellung vierflächig