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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

Mineralogische  Notizen.

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gemacht,  wodurch  der  Gypskrystall  besser  sichtbar  wurde.  Die  Kante
des  Salzhexaeders  misst  nahezu  zwei  Zoll  und  der  Gypskrystall  in
der  Dicke  etwa  eines  halben  Zolles  gebt  fast  durch  das  ganze  Salzstück
  hindurch  und  ragt  auf  der  einen  Seite  ein  Stück  heraus.
Weil  das  Salz  farblos  ist,  kann  man  das  nahe  unter  einer  Hexaederfläche ­
  liegende  Ende  des  Gypskrystalles  ziemlich  genau  beobachten ­
  und  es  erweist  sich  derselbe  durch  sein  Ende  als  ein  Vierlingskrystall,
  was  man  aus  den  Flächen  der  verticalen  Zone  nicht
ersehen  würde.  Dieselbe  zeigt  nur  die  Flächen  des  Prisma  oo  P,
dessen  scharfe  Kanten  durch  die  Flächen  (00P00)  gerade  abgestumpft ­
  sind,  und  bei  der  entsprechenden  Ausdehnung  der  letzteren
Flächen  bildet  der  Krystall  ein  nahezu  gleichseitiges,  sechsseitiges
Prisma,  wie  man  es  häufig  am  Gyps  sieht.
An  dem  Ende  des  Krystalles  sieht  man  eine  vierflächige  Zuspitzung ­
  in  der  Art,  als  wäre  sie  durch  zwei  klinorhombische  Hemipyramiden
  (Augitoidhälftennach  Hai  di  n  ger)  hervorgebracht,  woran
jedoch  die  Spitze  fehlt,  an  deren  Stelle  eine  Vertiefung  ersichtlich
ist,  hervorgebracht  durch  eine  umgekehrte  vierseitige  Pyramide.
Gerade  auf  das  Ende  gesehen  oder  in  der  Projection  der  Endflächen ­
  erscheinen  die  Flächen  und  Kanten  so  vertheilt,  wie  die
beifolgende  Figur  es  angibt,  wobei  auch  das  gegenseitige  Verhältnis« ­
  der  etwas  unregelmässig  ausgedehnten  Flächen  hervortritt,  durch
welches  die  Theile  etwas  verrückt  sind,  ohne  dass  dies  der  Betrachtung ­
  irgendwie  schadet.  Die  mit  P  bezeichneten  Flächen  bilden  die
vierflächige  Zuspitzung,  deren  Spitze  fehlt  und  die  mit  p  bezeichneten ­
  Flächen  bilden  die  vierflächige  Vertiefung,  welche  wegen  der  unregelmässigen ­
  Erweiterung  zweier  P-Flächen
  nicht  in  der  Mitte  liegt,  wie
sie  liegen  sollte,  sondern  gegen  die
eine  Seite  hin  gedrängt  erscheint,  wo
die  zurückgedrängten  /'-Flächen  sich
befinden.
Um  diese  Vierlingsbildung  zu
erklären,  dient  die  Zusammenstellung
*  der  Projectionen  vier  einzelner  Individuen, ­
  welche  in  der  verticalen  Zone  die  Flächen  ooP  und  (00P00)
Wle  der  Vierling  zeigen  und  deren  Enden  durch  zwei  klinorhombische ­
  Hemipyramiden  in  entgegengesetzter  Stellung  vierflächig
            
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