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Heeger.
Beiträge zur Naturgeschichte der Insecten.
Von Emst Heeger.
(Mit VI Tafeln.)
(Zehnte Fortsetzung.)
Naturgeschichte des Oxyporus maxillosus Fab.
Dieser Käfer, den Entomologen aber nur im vollkommenen Zustande
als Schwammbewohner bekannt, ist einer der empfindlichsten
dieser Familie, denn er geht schon längstens Mitte September zur
Überwinterung in die Erde, kommt auch oft erst Ende Mai wieder
aus seiner Winterwohnung zum Vorschein, und sucht sich auf Feldern
und in Gärten seine Nahrungspflanzen, Champignon-Sclnvämme
(Agaricus pratensis und edulis), unter deren Schirm er bei
Tag verborgen bleibt.
Nach Sonnenuntergang erwachen sie, gehen ins Freie, um sich
neue Nahrung und Gelegenheit zur Begattung zu suchen; findet sich
diese, so bleiben sie selten länger als fünf Minuten beisammen, und
es wiederholt sich die Begattung zwischen verschiedenen Weibchen
und Männchen.
Erst nach vorübergegangener Begattungslust, welche sechs bis
acht Tage, bei kühler Witterung auch nocli länger dauert, beginnt
das Weibchen, sowohl des Nachts als auch bei Tage die Eier zu
legen; es sucht die für diesen Zweck beinahe reifen Pflanzen auf, und
legt in die aufgesprungene Unterhaut, nach Grösse der Pflanze, acht,
zwölf bis zwanzig Eier zwischen die Blätter des Schirmes.
Acht bis zwölf Tage darnach kommen die Larven zum Vorschein,
und nähren sich von unteren Theilen des Schirmes ohne die
Oberhaut zu verletzen.
Die Häutungen gehen alle zwischen 8—12 Tagen vor sich, und
eben so viele Tage nach der dritten Häutung gehen sie in die Erde,
um sich zu verpuppen.
Gewöhnlich nach zehn bis vierzehn Tagen erscheint der vollkommene
Käfer und so beginnt grösstentheils gegen Ende Juni die
zweite Geschlechtsfolge.