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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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Engel.

Überblicken  wir  noch  einmal  das  Bisherige,  so  sehen  wir  folgende ­
  Keime  angelegt  und  deutlich  von  einander  abgegrenzt:  1.  ln
der  Hirn-  oder  Kopfblase:  das  Vorderhirn,  den  Sehhügel-  den  Vierhügelkeim; ­
  den  Augenkeim.  2.  In  der  Halsblase:  den  Unterkieferkeim
  (den  ersten  Kiemenbogen),  den  Halskeim  (2.  und  3.  und  die
folgenden  Kiemenbogen),  dann  den  Nackenkeim  (den  Nackenhöcker);
ferner  3.  als  Schaltgebilde,  a)  der  Oberkiefergaumenkeim  (Fortsatz
des  ersten  Kiemenbogens),  &)den  Ohrkeim  (das  Ohrbläschen),  c)al$
Schaltgebilde  zwischen  Hirnblase  und  Nackenblase  nach  vorne  den
Stirn-Nasenkeim,  nach  hinten  den  Kleinhirnkeim  (Hinterhirn).  Die
verschiedenen  Ansichten,  welche  der  Kopf  und  Hals  des  Embryo  in
dieser  Periode  darbieten,  habe  ich  bereits  gegeben,  nur  der  Frontaufriss ­
  ist  noch  beizubringen.  Die  Figuren  170—174  stellten  auch
diesen  dar.  Hierbei  sind  a  a  die  beiden  Blasen  des  Vorderhirns,  b  und
c  sind  Schaltgebilde;  das  erstere  unpaarig  zwischen  den  beiden  Vorderhirnblasen
  gelagert  wird  später  zum  Nasenfortsatze  des  Stirnbeines,
die  Blasteme  c  sind  spätere  Schaltgebilde  zwischen  den  Vorderhirnblasen ­
  und  metamorphosiren  sich  später  zum  Augenbraunenbogen  des
Stirnbeines.  Etwas  weiter  nach  aussen  und  nicht  in  der  Ebene  des
Papiers,  in  der  die  meisten  anderen  Theile  liegen,  sondern  hinter
derselben  bemerkt  man  das  vordere  Ende  (m,  171)  der  Oberkieferkeime
  (der  Fortsätze  des  ersten  Kiemenbogens),  nach  unten  den  in
der  Mitte  geschlossenen  ersten  Kiemenbogen  (Unterkiefer)  unter
diesem  den  zweiten  und  dritten  Kiemenbogen  (Fig.  173).  Zwischen
den  Stirn-Nasenkeimen,  den  Ober-  und  Unterkieferkeimen  ist  dem
Anscheine  nach  eine  weite  mehrwinkelige  Öffnung  (Fig.  172,  173),
deren  unterer  Theil  sich  zur  Mundspalte  umbildet.  Diese  Öffnung
ist  aber  nur  scheinbar,  denn  die  vollkommene  Durchsichtigkeit  aller
Theile  der  Hirn-  und  der  Halsblase,  mit  Ausnahme  der  als  besondere
Keime  bezeichneten  Stellen  hindert  das  Erkennen  des  ringsum  in
sich  geschlossenen  Keimes.  Erscheint  daher  später  eine  Mundöffpng,
so  ist  diese  nicht  das  Überbleibsel  einer  im  Embryo  vorhandenen
Gesichtsspalte,  sondern  eine  Neubildung,  die  aus  der  Besorption
der  zwischen  den  einzelnen  Keimen  befindlichen  gallertartig  weichen
Theile  hervorgegangen  ist.  Nach  dem  verschiedenen  Entwickelungsgrade ­
  der  umgebenden  Theile  ist  übrigens  auch  die  Form  der  scheinbaren ­
  Gesichtsspalte  eine  sehr  verschiedene,  wie  unschwer  aus  der
Zusammenstellung  des  bisher  Gesagten  hervorgeht.
            
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