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Engel.
Überblicken wir noch einmal das Bisherige, so sehen wir folgende
Keime angelegt und deutlich von einander abgegrenzt: 1. ln
der Hirn- oder Kopfblase: das Vorderhirn, den Sehhügel- den Vierhügelkeim;
den Augenkeim. 2. In der Halsblase: den Unterkieferkeim
(den ersten Kiemenbogen), den Halskeim (2. und 3. und die
folgenden Kiemenbogen), dann den Nackenkeim (den Nackenhöcker);
ferner 3. als Schaltgebilde, a) der Oberkiefergaumenkeim (Fortsatz
des ersten Kiemenbogens), &)den Ohrkeim (das Ohrbläschen), c)al$
Schaltgebilde zwischen Hirnblase und Nackenblase nach vorne den
Stirn-Nasenkeim, nach hinten den Kleinhirnkeim (Hinterhirn). Die
verschiedenen Ansichten, welche der Kopf und Hals des Embryo in
dieser Periode darbieten, habe ich bereits gegeben, nur der Frontaufriss
ist noch beizubringen. Die Figuren 170—174 stellten auch
diesen dar. Hierbei sind a a die beiden Blasen des Vorderhirns, b und
c sind Schaltgebilde; das erstere unpaarig zwischen den beiden Vorderhirnblasen
gelagert wird später zum Nasenfortsatze des Stirnbeines,
die Blasteme c sind spätere Schaltgebilde zwischen den Vorderhirnblasen
und metamorphosiren sich später zum Augenbraunenbogen des
Stirnbeines. Etwas weiter nach aussen und nicht in der Ebene des
Papiers, in der die meisten anderen Theile liegen, sondern hinter
derselben bemerkt man das vordere Ende (m, 171) der Oberkieferkeime
(der Fortsätze des ersten Kiemenbogens), nach unten den in
der Mitte geschlossenen ersten Kiemenbogen (Unterkiefer) unter
diesem den zweiten und dritten Kiemenbogen (Fig. 173). Zwischen
den Stirn-Nasenkeimen, den Ober- und Unterkieferkeimen ist dem
Anscheine nach eine weite mehrwinkelige Öffnung (Fig. 172, 173),
deren unterer Theil sich zur Mundspalte umbildet. Diese Öffnung
ist aber nur scheinbar, denn die vollkommene Durchsichtigkeit aller
Theile der Hirn- und der Halsblase, mit Ausnahme der als besondere
Keime bezeichneten Stellen hindert das Erkennen des ringsum in
sich geschlossenen Keimes. Erscheint daher später eine Mundöffpng,
so ist diese nicht das Überbleibsel einer im Embryo vorhandenen
Gesichtsspalte, sondern eine Neubildung, die aus der Besorption
der zwischen den einzelnen Keimen befindlichen gallertartig weichen
Theile hervorgegangen ist. Nach dem verschiedenen Entwickelungsgrade
der umgebenden Theile ist übrigens auch die Form der scheinbaren
Gesichtsspalte eine sehr verschiedene, wie unschwer aus der
Zusammenstellung des bisher Gesagten hervorgeht.