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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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Enge  1.

Seite  ein  kleiner,  dreieckiger  Raum  (Fig.  ISS  m)  der  bei  der  Vergrösserung
  der  ganzen  Halsmasse  zur  Aufnahme  neuer  Keime  befähigt ­
  ist;  die  neu  entstandenen  Keime  erscheinen  gleichfalls  als  Bläschen ­
  (Fig.  1S9  c)  und  sind  die  Keime  des  Gehörorganes,  Ohrbläschen
gewöhnlich  genannt.  Die  Bildung  dieser  Ohrbläschen  erfolgt  übrigens ­
  in  der  Höhe  der  ersten  Kiemenspalte,  mithin  zwischen  dem
ersten  und  zweiten  Kiemenbogen,  am  hinteren  Ende  der  von  diesen
beiden  Blastemmassen  gebildeten  Furche  (Fig.  128  in).  Ist  nun  das
gesammte  Halsblastem  gleichsam  im  ersten  Entwürfe  fertig,  so  zeigt
es  sich  in  der  Form  der  Figur  137,  welche  aus  den  schematischen  Formen
157—160  leicht  verständlich  ist.  Die  Wand,  welche  das  gesammte
Halsblastem  umgab,  ist  mit  der  Wand  des  Kiefer-Halsblastems  in
eins  zusammengeschmolzen;  letzteres  scheint  sich  daher  gegen  das
Rückenmark  hin  gabelig  zu  theilen  und  beiderseits  das  Ohrbläschen
zu  umfassen.  Hiermit  ist  der  erste  Ausbau  des  Halsblastems  beendet.
Der  besseren  Übersicht  wegen  will  ich  die  weiteren  Entwickelungen ­
  der  Kiemenbogen,  ungeachtet  sie  einer  späteren  Foetalperiode
angehören,  verfolgen,  dabei  jedoch  von  der  Entwickelung  des  Innenraumes ­
  dieser  Bogen  vorläufig  ganz  absehen.
Jede  Hälfte  des  in  der  160.  Figur  dargestellten  Kiemenbogens
wird  bei  weiterer  Grössenzunahme  eine  neue  Theilung  eingehen,  welche
in  der  161.  Figur  dargestellt  ist.  Hierdurch  erhält  der  Innenraum  der
Kiemenbogen  eine  ungleich  fünfseitige  Figur;  die  an  Breite  sehrvergrösserten
  beiden  Hälften  der  Kiemenbogen  scheinen  nun  gegen  das
Rückenmark  hin  nur  durch  ein  dünnes  Querstück  (Fig  143)  zusammenzuhängen, ­
  das  von  nun  an  eine  ganz  andere  Entwickelung  als  die  Kiemenbogen ­
  durchmacht  und  namentlich  zum  Basilartheile  des  Hinterhauptbeines ­
  und  zum  hinteren  Keilbeinkörper  sich  heranbildet.  Davon  später.
Diese  nachfolgende  Theilung  der  Kiemenbogen  und  zwar  des
1.  und  2.  ist  auch  in  seitlichen  Aufrissen  deutlich  sichtbar.  Die
Kiemenbogen  gehen  nämlich  aus  der  in  der  140.  Figur  verzeichneten
Form  allmählich  in  jene  der  Figur  154  und  153  über.  Hierbei
erscheint  die  hintere  Hälfte  jedes  Kiemenbogens  anfangs  höher  als
die  vordere,  wie  es  auch  in  der  Figur  angedeutet  ist;  bei  der  weiteren ­
  Entwickelung  stellt  sich  diese  Ungleichheit  wieder  ab,  öderes
tritt  eine  im  entgegengesetzten  Sinne  ein.
In  jeder  der  durch  diese  verschiedenen  Theilungen  entstandenen
Mulden  bilden  sich  nun  Blutgefässe  aus,  und  zwar  erscheint  ein
            
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