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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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Engel.

ein  neues  rundliches  Blastem  a  (Fig.  130)  dem  bald  darauf  ein  anderes ­
  zwischen  der  Hirnblase  und  dem  oberen  Rande  des  Halsblastemes
folgt  &  (Fig.  131);  hiervon  nimmt  das  hintere,  zuerst  sichtbare  (a)
die  Gestalt  des  Muldenraumes  an,  und  erscheint  daher  (es  haben  sich
natürlich  alle  diese  Blasteme  paarig  und  symmetrisch  entwickelt)  im
Horizontalschnitte  oder  von  oben  her  gesehen,  in  der  Form  der
132.  Figur,  wo  ef  das  Kieferhalsblastem,  den  Horizontalschnitt  des
Nackenhöckers,  m  aber  den  zwischen  diesen  beiden  Blastemen  neu
eingetragenen  Theil  bedeutet,  dessen  Form  im  Aufrisse  in  der  Fig.
130  a  dargestellt  ist.  Dieses  Blastem,  oder  der  aus  ihm  hervorgehende ­
  Keim  ist  in  der  Entwickelungsgeschichte  unter  dem  Namen
des  Fortsatzes  vom  ersten  Kiemenbogen  bekannt,  dessen  Stellung
zum  ersten  Kiemenbogen  sogleich  erörtert  werden  soll.  Ich  werde
ihn  ebenso  wie  die  zweite  kugelartige  Blastemmasse  (Fig.  131,  b),
welche  zwischen  der  Hirn-  und  Kiefer-Halsblastemmasse  erscheint,
und  längere  Zeit  in  seiner  rundlichen  Form  besteht,  Oberkiefergaumen-Blastem ­
  nennen,  da  seine  Entwickelung  besonders  für  diese
Theile  des  Gesichtsskeletes  bestimmt  ist.  Der  untere  Theil  der  Mulde
a  (Fig.  129)  zwischen  den  beiden  Hauptkeimen  des  Halses,  ist  noch
lange,  selbst  bei  Embryonen  von  4—6  Linien  Länge  zu  sehen,  dient
jedoch  keinem  bemerkenswerthen  Keime  zur  Aufnahme;  es  ist  nur
zu  erwähnen,  dass  die  kleineren  seitlichen  Muskeln,  welche  an  der
Seite  der  Rumpfsäule  sich  ansetzen  wie  die  Musculi  semispinalcs
gerade  zwischen  den  beiden  Halskeimen  mit  einem  zugespitzten
Ende  aufhören.
In  dem  Kieferhalsblasteme,  das  sich  nun  mittlerweile  zum  blasigen ­
  Keime  gebildet  hat,  folgen  nun  rasch  mehrere  horizontale  Quertheilungen
  und  zwar:  Zuerst  folgt  eine  Theilung  in  zwei  über  einander ­
  liegende  rundliche  Blasteme  (Fig.  128,  1  und  2),  das  untere
davon  (nämlich  dass  in  der  Zeichnung  mit  2  bezeichnete)  spaltet  sich
abermals  in  derselben  Richtung  (Fig.  129,  1,  2,  3)  und  es  entstehen
sonach  3  über  einander  liegende  Blasteme,  nachherige  Keime,  von
denen  der  oberste  der  längste,  der  unterste  der  kürzeste  ist.  Man
hat  diese  Keime  mit  dem  Namen  Kiemenbogen  belegt  und  sie  von
oben  nach  unten  als  1.,  2.,  3.  Kiemenbögen  unterschieden.  Uber  die
Frage,  ob  noch  mehr  als  drei  Kiemenbögen  vorhanden  sind,  weiter
unten.  So  sind  die  Kiemenbögen  nichts  weiter  als  die  seitlichen
rundlichen  Flächen  der  aus  fortgesetzter  Theilung  hervorgegangenen
            
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