Die ersten Entwickelungsvorgänge im Thierei und Fcetus.
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innere Stränge (aa), zwei vordere äussere Stränge (bb), zwei hintere,
äussere Stränge (ec), zwei hintere innere Stränge (rid).
Zu diesen tritt noch der Keim ee, mithin ein neuer Strang(Fig. 107,
ee) der den künftigen Seitenstrang darstellt. In den seitlichen Mulden
treten Nerven ein und aus; und da jede dieser Seitenmulden
eine Einstülpung der Pia inater erhält, sind auch die Nervenwurzel
von dieser scheidenartig umgehen und isolirt.
Nach dem Gesagten wird es leicht sein, die verschiedenen
Formen, welche die graue Masse an verschiedenen Stellen des
Rückenmarkes darbietet auf die ursprünglichen Entwickelungsgesetze
zurückzuführen.
Während das Rückenmark frühzeitig schon seine Ausbildung
erreicht, ist der Kopf des Embryo noch ein häutig blasiges Gebilde,
dessen Metamorphosen vergleichsweise langsam von Statten gehen.
Ich werde dieselben soweit sie in diesem zweiten Zeiträume der Entwickelung
nach und nach ablaufen der Reihe nach verfolgen, ohne
die Darstellung durch Zahlenbeweise zu unterbrechen.
An dem vorderen Ende der Primitivrinne zwischen den beiden
Leibesblasen befindet sich ein kugelförmiges Blastem, welches durch
Spaltung in ein Kopf- und in ein Halsblastem übergeht (Fig. 121).
Zur genauen Orientirung werde ich die Blase A die Kopfblase,
die Keimblase B die Halsnackenblase nennen. Sie sind natürlich
einerseits von dem allgemeinen Überzüge des Centralkeimes, andererseits
ganz nach Art der bisher beschriebenen Keime im ersten Momente
der Bildung von einer zarten membranenartigen Schicht umgeben.
Das Blastem des Raumes ab (Fig. 121) der rings um beide
Keime äquatorial herumgeht, ist, wie bisher immer so auch hier,
"egen seiner völligen Durchsichtigkeit nicht zu sehen, jedoch
lür die spätere Entwickelung äusserst wichtig; diesen Raum werde
ich und zwar seinen hinteren Theil (a Fig. 121) Hirnnackenrinne,
seinen vorderen Theil (b) Hirnkieferrinne nennen. Die anfangs ganz
homogenen Blasteme A und B zeigen sehr bald die bekannte Spaltung
«ud jedes übergeht in der gewöhnlichen Weise in einen zart- und
dünnwandigen Keim. Diesen so eben beschriebenen Vorgang habe
ich übrigens nicht bloss aus analogen Fällen erschlossen, sondern in
der 1 hat beobachtet. So haben sich das Hirn- und Nackenblastem
•ds Hirn- und Nackenkeim gestaltet. Beide ragen anfangs aus der
Ebene der Leibesblasen noch nicht heraus, da sie keine so beträcht-Sitzb
- ü- mathem.-naturw. CI. XI. Bd. II. Hft.
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