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E ngel.
sichtigkeit als Lücke wie bereits oben angedeutet wurde. Jeder der
beiden Rückenmarkskeime unterliegt aber einer neuen Spaltbildung
(Fig. 105) und hierdurch wird in der Mitte des Keimes ein Raum a
geschaffen, der unter dem Namen des Rückenmarkscanales hinlänglich
bekannt ist. Dass dieser Raum nur ein vorübergehendes Holilgebilde
ist, dass die in ihm enthaltene Flüssigkeit eigentlich ein
flüssiges Rlastem darstellt, braucht nicht erst erörtert zu werden.
Durch die bisherige Metamorphose hat aber das ganze Rückenmark
eine andere Form angenommen; es ist besonders in der Richtung
von vorn nach hinten mehr verlängert (Fig. 105), fast von
parallelogrammartiger Gestalt mit abgerundeten Ecken; der Riickenmarkscanal
ist am Querschnitte eine lang gezogene, in ihrer Mitte
leicht erweiterte Spalte, die nach hinten offen, nach vorne durch
eine dünne Marklamelle überbrückt ist.
Vielleicht ist es hier nicht am Unrechten Platze alle die weiteren
Veränderungen zu erwähnen, welche das Rückenmark Lei der ferneren
Ausbildung eingeht. Ich habe diese natürlich nicht alle direct
beobachtet, aber, gestützt auf die bisherigen Vorgänge, dünkt es mir
nicht so schwer zu sein, den Entwickelungsgang aller später hinzutretenden
Theile in befriedigender Weise zu erklären. Der Vorgang
wäre hiernach folgender:
Jeder der 4 Rückenmarkskeime (Fig. 105) unterliegt einer
neuerlichen Spaltung, wodurch acht Keime entstehen. Jedes der
beiden hinteren Paare bildet durch eine kreuzweise Furchung in der
mehrmal schon erwähnten Weise einen Markraum (Fig. 106, m),
die zwei vorderen Paare dagegen bleiben bis auf ihre sich berührende
Mitte getrennt, und es entsteht sonach die in Fig. 106 angedeutete
Form, die hierdurch gebildete im Innern des Rückenmarkes
hervortretende Form wird nach und nach in graue Masse umgebildet
und so entsteht (Fig. 107) die graue Masse des Rückenmarkes mit den
beiden hinteren kolbigen Enden (hinteren grauen Hörnern), den beiden
nach vorne gekrümmt zulaufenden spitzen Enden (vorderen grauen
Hörnern), den seitlich gegen das Mark auslaufenden Zacken, und
der mittleren breiten die seitlichen Hörner verbindendenMasse(Kernstrang).
An der peripherischen Schicht des Rückenmarkes, die sich
zur weissen Substanz umstaltet, bemerkt man die aus der früheren
Spaltung entstandenen Kerbungen, wodurch die Stränge des Markes
gebildet werden, und man hat sonach (Fig. 107) zwei vordere,