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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

Die  ersten  Entwickelungsvorgänge  im  Thierei  und  Fcetus.

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standenen  Keime  A  und  B  hintritt.  So  entstehen  2  Gefässchen  a  c
und  b  c  (Fig.  117),  welche  an  dem  Herzkeime  B  in  einen  Stamm
Zusammenflüssen,  wie  es  auch  der  Lauf,  der  mittlerweile  entstandenen ­
  Zwischenräume  fordert,  und  ausserdem  durch  eine  Anastomostfg
  (Fig  117)  verbunden  sind.  Der  an  der  Rumpfsäule  verlaufende ­
  Gefässstamm,  ist  die  Cardinalvene  ab  (Fig.  114,115),  die
Äste,  welche  sich  von  demselben  loslösen  bc  und  fc  (Fig.  117),
um  zum  Herzen  convergirend  zu  gelangen  und  dann  in  einen  einfachenGang
  zu  verschmelzen,  metamorphosiren  sich  zu  den  Jugularvenen
  und  zu  den  unpaaren  Venen  und  alle  diese  Metamorphosen
gehen  mit  jenen  der  Keime,  d.  h.  mit  den  mittlerweile  erfolgten
neuen  Spaltenbildungen  Hand  in  Hand.  Ich  werde  den  Ausdruck
Cardinalvenen  für  die  grossen,  den  Rumpfsäulenkeim  in  der  ganzen
Längehegleitenden  fast  zuerst  gebildeten  Gefässe  beibehalten;  von
den  beiden,  sich  aus  den  Cardinalvenen  ablösenden  Ästen  soll  der
vordere  aus  dem  Kopfe  stammende  bc  (Fig.  117)  wie  bisher  vordere
oder  obere  Jugularvene  heissen,  (sie  ist  eigentlich  Jugularvene  und
Vena  cava  descendens)  ;  die  hintere  oder  untere  a<j  (Fig.  117),  die
ihre  Metamorphosen  noch  nicht  beendet  hat,  wird  später  zur  unpaaren ­
  Vene  und  heisse  nun  die  hintere  Jugularvene  und  ihr  Stück  fc
wird  von  nun  an  mit  dem  Namen  der  Herzverbindung  der  Cardinalvene ­
  bezeichnet  werden.  Von  den  beiden  Ästchen,  in  welche  sich  das
obere  Stück  der  Cardinalvene  spaltet  fc  und  fg  (Fig.  117),  geht  das
untere  (fc)  frühzeitig  wieder  zu  Grund,  nur  zuweilen  bleibt  es  bis
zum  Punkte  c  (Fig.  117)  offen,  wo  es  dann  in  die  Vena  cava  ascendens
  einbiegt:  dann  ist  die  Vena  azygos  ein  Inselgefäss,  das
im  obersten  Theile  des  Thorax  ein  accessorisches  Lungenläppchen
oben  und  unten  umgibt,  und  bis  an  das  obere  kegelartige  Ende  des
rechten  Pleurasackes  den  einen  Ast  in  die  Höhe  sendet.  Derartige
l  alle  von  anumaler  Spaltung  der  Vena  azygos  bei  Erwachsenen  sind
schon  von  Anderen  mehrmals  beschrieben.
Ein  anderes  Gefäss,  das  bald  darauf  in  dieser  Entwickelungspenode
  von  hoher  Redeutung  ist,  verläuft  in  dem  Zwischenräume
der  sogenannten  obern  und  untern  Bauchblase,  mithin  zwischen  den
lflasen  C  und  D  (Fig.  117)  des  Fcetus.  Von  dem  Bauchnabel  der
Lmbryonalblase  biegt  es  unter  einem  Bogen  nach  vorne  oder  oben
gegen  das  Herz  B.  Es  ist  dieses  Gefss  als  Vena  omphalo-mesei'aica
  hinlänglich  bekannt  und  beschrieben.  Da  es  bei  dem  Punkte
            
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