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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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Engel.

oberen  Theile  des  Fcetus  gibt  es  im  Allgemeinen  ähnliche  Verhältnisse; ­
  doch  aber  auch  im  Einzelnen  kleine  Verschiedenheiten,  welche
füglich  später  abgehandelt  werden.
Sichtbar  —  ohne  Zusatz  eines  trübenden  Mediums  —  ist  an  den
Leibwänden  zuerst  das  Stück  kl,  Fig.  98,  von  dem  Rumpfsäulenkeime
bis  zum  Leibeskeime;  dieser  Theil  führt  bei  Baer  und  den  Schriftstellern ­
  die  ihm  gefolgt  sind,  den  Namen  der  Bauch-  oder  Visceralplatten, ­
  und  hat  eine  allmählich  kantig  zulaufende,  leicht  eingebogene
Durchschnittsform:  später  trübt  sich  das  Stück  m  l  und  der  Fcetus
scheint  sich  nun  mit  den  Visceralplatten  einwärts  zu  krümmen  und
von  der  Keimblase  abzuschnüren;  am  längsten  durchsichtig  und
daher  nicht  zu  erkennen  (ohne  Zusatz  trübender  Flüssigkeiten)  ist
das  Stück  mn  der  Figur  98  und  der  Leib  des  Fcetus  erscheint
daher  nach  vorne  offen.
Würde  man  den  Fcetus  nicht  im  Querschnitte,  sondern  in  der
seitlichen  Längenansicht  betrachten,  so  würde  das  Bild  ungefähr
dieses  sein  müssen:  der  Leib  des  Fcetus  würde  aus  einer  dünnhäutigen ­
  Gallertblase  bestehen  (Fig.  97).  Im  Innern  dieser  Blase
fänden  sich  zwei  einander  berührende  etwas  minder  durchscheinende
Blastem-Kugeln  Aß;  an  der  Rückseite  des  Fcetus  müsste  man  die
ersten  Anfänge  der  Rumpfsäule  mit  der  Kopfblase,  theils  zur  Hälfte
zwischen  die  beiden  seitlichen  Leibesblasen  hineingesenkt,  theils  aus
denselben  zur  Hälfte  herausragend  erblicken,  die  dem  Kopf  und
Schwanz-Ende  anhängenden  an  jeder  Seite  aus  zwei  unter  einem
spitzen  Winkel  sich  vereinigende  Blättern  bestehenden  Blastemlagen
b  c  d  (Fig.  90)  wären  die  Durchschnittsfiguren  des  sogenannten  Gefässblattes.
  Doch  gestehe  ich  offen,  dass  die  Figur  97  nur  eine
ideale  ist,  die  ich  mir  aus.den  bisherigen  Vorgängen  zusammengestellt ­
  habe.  Ich  habe  leider  die  Gelegenheit  versäumt,  passende
Präparate  anzufertigen,  die  als  Belege  des  Gesagten  dienen  könnten.
Nur  an  mehr  entwickelten  Embryonen  unterliess  ich  es  nicht  zahlreiche ­
  Längenschnitte  zu  machen,  und  man  wird  sich,  glaube  ich,
später  überzeugen,  dass  meine  Deduction  keine  irrige  ist.
Während  nun  der  grösste  Theil  der  Leibes  Wandungen,  die
an  die  Rumpfsäule  zunächst  anstossenden  Theile  ausgenommen,  noch
völlig  durchsichtig  ist,  beginnt  bereits  die  Entwickelung  der  Gefässe
und  des  Herzens,  und  in  rascher  Aufeinanderfolge  bilden  sich  die
verschiedenen  Formen  des  Kreislaufs-Apparates.  Für  das  Herz  ist
            
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