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Engel.
zweifle icli an der Anwesenheit einer solchen Chorda zu irgend einer
Zeit der Fretalperiode. Mir ist vielmehr der Unterschied zwischen
Markraum und Wandschicht eines Wirbelkörperhlastem kein anderer
als der zwischen schwammiger und Rindensubstanz des Wirbelkörpers;
es wird mir später noch Gelegenheit geboten werden, auf diese Frage
einzugehen.
Die Keime der Wirbelkörper haben anfangs von ihrer vorderen
(Bauch-) oder hinteren (Rücken-) Seite aus gesehen eine rundliche
Form (Fig. 111), jene nämlich eines organischen Keimes überhaupt;
bald aber nehmen auch sie die viereckige Form an und erscheinen
von der Bauchseite her gesehen (jedoch bedeutend später als die
Wirbelplättchen) als viereckige paarige Plättchen; zwischen jedem
Paare derselben sieht man den Markraum (Chorda dorsalis) als
hellen Streifen durchschimmern. Die beiden Blasteme, in welche der
Keim eines Wirbels gespalten ist, sind im reflectirten Lichte minder
durchsichtig, während das Zwischenstück zweier benachbarter Wirbel
ganz seine ursprüngliche Durchsichtigkeit bewahrt hat. So weit
geht in dieser Bebrütungsperiode die Entwickelung dieser Theile.
Zu den bereits vorhandenen Keimen in dem Rumpfsäulensysteme
komiflen aber bald zwei neue Keime, jene nämlich für die eigentliche
kleine Musculatur der Wirbelsäule, welche die Rinne zwischen den
Processus trunsversi und Processus spinosi auszufüllen bestimmt
sind; sie werden, wie dies auch die Fig. 113 darstellt, die unregelmässig
dreiseitige Form annehmen müssen, welche der Raum a d
überhaupt zulässt. Ich habe zwar die Entwickelung dieses Keimes
nicht weiter verfolgt, doch sieht man anfangs bei Betrachtung des
Fffitus von der Rückseite deutlich über den Wirbelplättchen ein
formloses Blastem, dessen Lagerung genau den angegebenen Verhältnissen
entspricht.
Mit diesen Veränderungen hat der Keim für die Rumpfwirbelsäule
seine erste innere Ausbildung erreicht. So wie dieser Keim ein
für sich abgeschlossener war, der mit den Keimen der anderen Theile des
Fcetusleibes in keine unmittelbare Verbindung trat, so wird auch jetzt
die neugebildeten Theile dieser Rumpfsäule eine feine umhüllende
ringsum abschliessende Schicht umgeben, welche später zur Haut
sich gestaltet, und auch im Erwachsenen die Rumpfsäule von den
aus anderen Keimen entwickelten Theile vollständig trennt. Diese
Haut wird zur tiefen Rücken-Aponeurose oder Fascia, welche dem