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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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Engel.

zweifle  icli  an  der  Anwesenheit  einer  solchen  Chorda  zu  irgend  einer
Zeit  der  Fretalperiode.  Mir  ist  vielmehr  der  Unterschied  zwischen
Markraum  und  Wandschicht  eines  Wirbelkörperhlastem  kein  anderer
als  der  zwischen  schwammiger  und  Rindensubstanz  des  Wirbelkörpers;
es  wird  mir  später  noch  Gelegenheit  geboten  werden,  auf  diese  Frage
einzugehen.
Die  Keime  der  Wirbelkörper  haben  anfangs  von  ihrer  vorderen
(Bauch-)  oder  hinteren  (Rücken-)  Seite  aus  gesehen  eine  rundliche
Form  (Fig.  111),  jene  nämlich  eines  organischen  Keimes  überhaupt;
bald  aber  nehmen  auch  sie  die  viereckige  Form  an  und  erscheinen
von  der  Bauchseite  her  gesehen  (jedoch  bedeutend  später  als  die
Wirbelplättchen)  als  viereckige  paarige  Plättchen;  zwischen  jedem
Paare  derselben  sieht  man  den  Markraum  (Chorda  dorsalis)  als
hellen  Streifen  durchschimmern.  Die  beiden  Blasteme,  in  welche  der
Keim  eines  Wirbels  gespalten  ist,  sind  im  reflectirten  Lichte  minder
durchsichtig,  während  das  Zwischenstück  zweier  benachbarter  Wirbel ­
  ganz  seine  ursprüngliche  Durchsichtigkeit  bewahrt  hat.  So  weit
geht  in  dieser  Bebrütungsperiode  die  Entwickelung  dieser  Theile.
Zu  den  bereits  vorhandenen  Keimen  in  dem  Rumpfsäulensysteme
komiflen  aber  bald  zwei  neue  Keime,  jene  nämlich  für  die  eigentliche
kleine  Musculatur  der  Wirbelsäule,  welche  die  Rinne  zwischen  den
Processus  trunsversi  und  Processus  spinosi  auszufüllen  bestimmt
sind;  sie  werden,  wie  dies  auch  die  Fig.  113  darstellt,  die  unregelmässig ­
  dreiseitige  Form  annehmen  müssen,  welche  der  Raum  a  d
überhaupt  zulässt.  Ich  habe  zwar  die  Entwickelung  dieses  Keimes
nicht  weiter  verfolgt,  doch  sieht  man  anfangs  bei  Betrachtung  des
Fffitus  von  der  Rückseite  deutlich  über  den  Wirbelplättchen  ein
formloses  Blastem,  dessen  Lagerung  genau  den  angegebenen  Verhältnissen ­
  entspricht.
Mit  diesen  Veränderungen  hat  der  Keim  für  die  Rumpfwirbelsäule
  seine  erste  innere  Ausbildung  erreicht.  So  wie  dieser  Keim  ein
für  sich  abgeschlossener  war,  der  mit  den  Keimen  der  anderen  Theile  des
Fcetusleibes  in  keine  unmittelbare  Verbindung  trat,  so  wird  auch  jetzt
die  neugebildeten  Theile  dieser  Rumpfsäule  eine  feine  umhüllende
ringsum  abschliessende  Schicht  umgeben,  welche  später  zur  Haut
sich  gestaltet,  und  auch  im  Erwachsenen  die  Rumpfsäule  von  den
aus  anderen  Keimen  entwickelten  Theile  vollständig  trennt.  Diese
Haut  wird  zur  tiefen  Rücken-Aponeurose  oder  Fascia,  welche  dem
            
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