Die ersten Entwickelungsvorgänge im Tinerei und Foetus.
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sind längst unter dem Namen der Rückenplättchen oder Wirbelblättclien
bekannt; diesen Namen werde ich auch ferner für sie beibehalten.
Am wenigsteil rückt der unterste Keim (c) in seiner Entwickelung
vor, er bleibt lange so durchsichtig, dass er übersehen werden konnte,
er ist der Keim für den Wirbelkörper. Durch das rasche Wachsen der
Wirbelblättchen, Fig. 101, ist die Primitivrinne oder Rückenmulde des
Foetus ganz ausgefüllt und die Rumpfsäule erscheint fast von derselben
Breite aber viel geringerer Dicke wie die ganze Embryonalblase. Die
Riiekenplättchen liegen platt an dem Rückenmarkskeime an; letzterer
ist noch in seinem organischen Entwickelungsproeesse begriffen, während
die Wirbelblättchen schon als Keime ihre Vollendung erreicht
haben, daher ist an ihm noch eine senkrechte Spaltung erkennnbar,
wodurch er im Querschnitte gesehen die Form der 102. (a) Figur
darbietet. Das an dem Rückenmarkskeime zu beiden Seiten befindliche
Blastem Fig. 102 mm ist unter dem Namen der Kämme der Rückenplatten
(laminae dorsales), welche zu oberst gegen einander neigen,
bekannt, es wird erst später sichtbar und bildet die eigentlichen
Wirbelbögen. Die Bauchplatten dagegeu sind die Seitenwände des
Foetusleibes seihst (Fig. 99 a, b).
Betrachtet man den Foetus an dessen Rückseite (Fig. 103),
so erscheint in der Längenaxe desselben bekanntlich ein von zwei
breiteren dunklen Contouren eingeschlossener heller Streif («5), letzterer
ist die mittlere Spalte im Rückenmarkskeime (Fig. 102, a), die
beiden dunklen Contouren (ef) sind als die Kämme der Laminae dorsales
be schrieben, und entsprechen den Keimen (Fig. 102, mm'), der
Wirbelbögen. Zu beiden Seiten der Nota ■primitiva (Fig. 103 a, b)
ist ein minder durchsichtiges Plasma angehäuft, welches den beiden
Hälften(Fig. 102 nn) des Rückenmarkskeimes entspricht. Hieran stossen
die Seitentheile der Rumpfsäule (Fig. 100 b, b'), in diesem entwikkeln
sich diq Laminae vertebrales, Wirbelplättchen (Fig. 103 (j, h);
ihnen zunächst nach aussen liegt eine vierte Schicht undurchsichtigen
Blastems (Fig. 103 l, rn) das nach aussen hin weniger begrenzt
erscheint, es ist die Seitenwand des Foetusleibes (Fig. 99, ab) und
bekannt unter dem Namen der Bauchplatten.
Ich werde nun die einzelnen Theile der Rumpfsäule in ihrer
weiteren Entwickelung verfolgen so weit sie in diese Periode des
Fffituslebens gehört und beginne mit der Entwickelung des Rückenmarkskeimes.