Mineralogische Notizen.
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lungen des k. k. Hof-Mineralien-Cabinetes vorfanden. Das eine derselben
glich am meisten dem von Thomson unvollständig beschriebenen
Chalilith. Der k.k.Hauptmann Herr Ritter C. v. Hauer
hatte inzwischen die Güte, dasselbe zu analysiren, wodurch sich
ergab, dass dasselbe auch nicht der von Thomson aufgestellte
Chalilith ist. Herr C. v. Hauer fand:
38-56 Kieselsäure
27-71 Thonerde
1201 Kalkerde
6-85 Talkerde
14 32 Wasser
Spuren Eisen
99-4H
Die Berechnung ergibt hieraus die Formel 3 Ca Mg 0.2 Al t O s -j- 3
(2HO. Si 0 3 ), welche Resultate offenbar soweit von der Analyse
abweichen, welche Thomson für den Chalilith mittheilte, dass eine
Vereinigung nicht möglich erscheint. Thomson fand bekanntlich:
36-56 Kieselsäure
26-20 Thonerde
10-28 Kalkerde
2-72 Natron
16-66 Wasser
9-28 Eisenoxyd
101-70
woraus, wenn man, was der Analyse gemäss gerechtfertigt erscheint
einen Tlieil des Eisenoxydes als Eisenoxydul in Rechnung bringt, sich
die Formel 3 (Ca Na Fe 0. AL Fe 2 0 3 ) + 4 (2 HO. Si 0 3 ) ergibt,
in welcher nur der Wassergehalt ein wenig niedriger angenommen
ist. Wollte man jedoch das ganze Eisenoxyd als Eisenoxydul in
Rechnung bringen, so würde man wohl eine Formel construircn können,
welche der obigen gleich wäre, nämlich 3 Ca Fe Na 0. 2 Al z
O3 —1~ 3 (2 HO. Si0 3 ) worin aber neben dem Fehler in Betreff des
Wassergehaltes, die Summe der einatomigen Basen Kalkerde, Natron,
Eisenoxydul zu hoch angenommen wäre, da das Verhältniss von
Ca Fe NaO: Ah 0 8 = 1 35 : 1 = 2'70 : 2 sich ergibt.
6. Uber das mit dem Namen Crucilit belegte
Mineral.