Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

236

Engel.

Gestalt  einer  Ellipse  (horizontaler  Durchschnitt  dieses  Ellipsoides);
da  nun  aber  die  Keiinschicht  noch  über  die  horizontale  Durchschnittsebene ­
  der  Embryonalblase  sieb  etwas  erbebt  (Fig.  90  bei  c),  so  wird
die  Durchscbnittsfigur  des  hellen  Fruchthofes  zwar  auch  eine  Ellipse,
jedoch  mit  ungleich  grösserer  Excentricität  sein  (Fig.  86).  Dass  heller
und  durchsichtiger  Fruchthof  wirklich  nur  diese  und  keine  andere
Bedeutung  habe,  geht  daraus  hervor,  dass  nach  Wegnahme  der
Keimschicht,  was  unschwer  gelingt,  der  Fruchthof  überhaupt  nur
die  Form  des  sogenannten  dunklen  behält,  und  nun  allenthalben
gleich  hell  geworden  ist,  dann  aber  auch  daraus,  dass  der  helle
Fruchthof  zum  dunklen  in  keinem  nur  einigermassen  allgemein
ausdruckbaren  Grössenverhältnisse  steht,  was  doch  unzweifelhaft  der
Fall  sein  müsste,  wenn  andere  als  die  besagten  Verhältnisse  die
Ursache  dieser  Scheidung  wären.
Inzwischen  hat  auch  die  übrige  Keimschicht  (Fig.  73,  85,  bb)
eine  andere  Beschaffenheit  gewonnen.  Die  äussersten  Lagen  derselben ­
  haben  sich  nämlich  bautartig  gestaltet  und  die  zwischen  denselben ­
  befindliche  Substanz  scheint  flüssiger  geworden  zu  sein  und  endlich ­
  ganz  zu  verschwinden,  hierdurch  fallen  die  beiden  Blätter  (Fig.  78,
mnoq)  auf  einander  und  das  Gefässblatt  des  Keimes  (denn  zu  diesem ­
  entwickelt  sich  die  Keimschicht)  besteht  sonach  aus  2  Blättern,
welche  beide  mit  der  äusseren  Wand  der  Keimblase  und  zwar  an  den
oberen  und  unteren  Flächen  derselben  verschmelzen  (Fig.  78).
Gefässblatt,  animales,  seröses  Blatt  des  Keimes  haben  nun  eine  andere
Bedeutung  gewonnen  als  die  ist,  die  man  ihnen  gewöhnlich  zuschreibt.
Man  wird  im  Verlaufe  dieser  Abhandlung  finden,  dass  sie  überhaupt
nur  transitorische  Gebilde  sind,  die  mit  der  Entwickelung  der  Systeme
nichts  zu  tliun  haben,  deren  Anlagen  sie  nach  den  gewöhnlichen
Beschreibungen  enthalten  sollen.
Dem  Vorhergehenden  zufolge  entwickelt  sich  erst  in  der  Embryonalblase, ­
  deren  äusserer  Tlieil  zur  Amnioshaut  wird,  der  Fcetus;  und
zwar  ist  die  Bildungsstätte  desselben  der  Markraum  der  Embryonalblase.
Bevor  aber  in  diesen  Räumen  die  ersten  Gebilde  des  Foetus  wirklich
sichtbar  werden,  gebt  so  wie  früher  in  der  Embryonalblase  zur  Anmiosbildung
  nun  in  dem  Foetusblasteme  (Fig.  85,  a)  der  Embryonalblase
wieder  eine  Quertheilung  vor  sich,  und  es  entstehen  2  neue  Tochterblasteme ­
  (Fig.  86).  Von  diesen  wird  das  vordere  bald  das  grössere
und  mehr  runde,  das  hintere  (bezüglich  der  künftigen  Theile  des
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.