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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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Engel.

aus  dem  Gegebenen  nach  Analogien  auf  das  Vorausgegangene  zu
schliessen.
Man  hat  die  beiden  Blätter,  in  welche  sich  die  Vesicula  blastodermica
  an  einer  Stelle  spaltet  mit  dem  Namen  des  serösen  und  mucösei
Blattes  belegt.  Es  ist  in  der  That  kein  Grund  vorhanden,  diese
Namen  ferner  beizubehalten,  denn  diese  Blätter  haben  die  Bedeutung ­
  nicht,  die  man  ihnen  zuschricb  indem  weder  aus  dem  animulen
noch  vegetativen  Blatte  irgend  ein  Organ  oder  auch  nur  die  Anlage
eines  solchen  hervorgeht,  der  Fcetus  sich  vielmehr  zwischen  denselben ­
  bildet,  Avie  weiter  unten  gezeigt  werden  soll.  Ich  glaube  daher,
dass  es  zweckmässiger  ist,  diese  Namen  fernerhin  nicht  zu  gebrauchen ­
  um  nicht  Irrthümer  zu  veranlassen.
Wahrlich  nicht  aus  Neuerungssucht,  sondern  in  der  That  um
Einheit  in  die  Untersuchung  zu  bringen,  und  der  Sache  einen  richtigen ­
  Ausdruck  zu  verleihen,  sehe  ich  mich  veranlasst,  die  eben
beschriebenen  Zellen,  Blasen,  Bläschen,  Membranen  mit  neuen  Namen
zu  belegen.  Ich  beginne  mit  dem  unbefruchteten  Ei.  Dieses  zeigt:
eine  dicke,  structurlose  Haut  (Zona  pellucida),  einen  zäheflüssigen
Inhalt,  an  diesem  die  von  einer  hautartigen  Blastemschicht  umgebene
Keimmasse  (nämlich  das  Keimbläschen  und  Dotter).  Im  befruchteten
Ei  bleibt  die  Zona  pellucida.  Die  Keimmasse  ist  zur  Keimblase
geworden,  und  diese  wird  umgehen  aus  einer  structurlosen,  durchsichtigen ­
  Wandschicht,  welche  der  inneren  Seite  der  Zona  pellucida
dicht  anliegt  und  von  den  Schriftstellern  Keimhaut  genannt  wird.  Sie
besteht  nun  aber  allenthalben  aus  einer  doppelten  Hautlage,  aber  nur
an  einer  Stelle  treten  diese  beiden  Schichten  deutlich  hervor.  Das
oberflächliche  Blatt  davon,  das  man  bisher  animales  oder  seröses
Blatt  nannte,  soll  von  nun  an  äussere  Dotterhaut,  das  zweite,  das
sogenannte  Schleim-  oder  vegetative  Blatt,  die  innere  Dotterhaut
oder  das  Muldenblatt  der  Dotterhaut  heissen.  Die  übrigen  Benennungen ­
  bleiben  dieselben.
Das  Ei  enthält  sonach  in  dieser  Periode  3  in  einander  geschachtelte ­
  Bläschen,  deren  innerstes  den  Dotter  mit  einer  Centralhöhle
einschliesst.
Als  Einwurf  gegen  die  gemachte  Theorie  kann  nicht  gelten,
dass  der  beschriebene  Vorgang  einzig  in  seiner  Art  dastehe;  dies
ist  nämlich  nicht  der  Fall,  und  namentlich  an  jedem  Knorpel  hat
man  ein  treues  Abbild  des  ganzen  Herganges;  auch  bei  diesen  sind
            
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