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Engel.
aus dem Gegebenen nach Analogien auf das Vorausgegangene zu
schliessen.
Man hat die beiden Blätter, in welche sich die Vesicula blastodermica
an einer Stelle spaltet mit dem Namen des serösen und mucösei
Blattes belegt. Es ist in der That kein Grund vorhanden, diese
Namen ferner beizubehalten, denn diese Blätter haben die Bedeutung
nicht, die man ihnen zuschricb indem weder aus dem animulen
noch vegetativen Blatte irgend ein Organ oder auch nur die Anlage
eines solchen hervorgeht, der Fcetus sich vielmehr zwischen denselben
bildet, Avie weiter unten gezeigt werden soll. Ich glaube daher,
dass es zweckmässiger ist, diese Namen fernerhin nicht zu gebrauchen
um nicht Irrthümer zu veranlassen.
Wahrlich nicht aus Neuerungssucht, sondern in der That um
Einheit in die Untersuchung zu bringen, und der Sache einen richtigen
Ausdruck zu verleihen, sehe ich mich veranlasst, die eben
beschriebenen Zellen, Blasen, Bläschen, Membranen mit neuen Namen
zu belegen. Ich beginne mit dem unbefruchteten Ei. Dieses zeigt:
eine dicke, structurlose Haut (Zona pellucida), einen zäheflüssigen
Inhalt, an diesem die von einer hautartigen Blastemschicht umgebene
Keimmasse (nämlich das Keimbläschen und Dotter). Im befruchteten
Ei bleibt die Zona pellucida. Die Keimmasse ist zur Keimblase
geworden, und diese wird umgehen aus einer structurlosen, durchsichtigen
Wandschicht, welche der inneren Seite der Zona pellucida
dicht anliegt und von den Schriftstellern Keimhaut genannt wird. Sie
besteht nun aber allenthalben aus einer doppelten Hautlage, aber nur
an einer Stelle treten diese beiden Schichten deutlich hervor. Das
oberflächliche Blatt davon, das man bisher animales oder seröses
Blatt nannte, soll von nun an äussere Dotterhaut, das zweite, das
sogenannte Schleim- oder vegetative Blatt, die innere Dotterhaut
oder das Muldenblatt der Dotterhaut heissen. Die übrigen Benennungen
bleiben dieselben.
Das Ei enthält sonach in dieser Periode 3 in einander geschachtelte
Bläschen, deren innerstes den Dotter mit einer Centralhöhle
einschliesst.
Als Einwurf gegen die gemachte Theorie kann nicht gelten,
dass der beschriebene Vorgang einzig in seiner Art dastehe; dies
ist nämlich nicht der Fall, und namentlich an jedem Knorpel hat
man ein treues Abbild des ganzen Herganges; auch bei diesen sind