Die ersten Entwickelungsvorgänge im Thierei und Foetus.
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unter der Haut eine feste Schicht denkt, welche man ohne weitere
Präparation wegziehen kann, es findet sich aber eine Haut, wenn
man sich dabei eine Blastemlage denkt, rvelche nach Art eines
Überzuges andere Theile umgibt.
Ebenso wird die Frage immer auftauchen und eine verschiedene
Lösung erhalten ob die ersten und so auch die grösseren nachfolgenden
Furchungskugeln Zellen sind oder nicht. Sie sind nach Art von
Zellen von einer durchsichtigen Blastemschicht umgeben, aber diese
ist noch keine feste Zellenhaut; der ursprüngliche Inhalt ähnelt einem
Zellenkern, indem er sich durch optische Eigenschaften von der peripheren
Lage unterscheidet, aber er ist kein Kern im gewöhnlichen
Sinne des Wortes, d. h. kein starres, kaum einer weiteren Entwickelung
fähiges Gebilde, sondern eine für eine fernere Entwickelung
noch sehr geeignete Blastemschicht. Im Laufe der späteren Untersuchungen
wird es sich aber als wahrscheinlich heraussteilen, dass
auch die sogenannten Zellen, so lange sie sich zu Entwickelungen
befähigt zeigen noch keinen Kern, sondern nur ein allerdings scharf
abgegrenztes Kernplasma enthalten. Zeigen sie aber einmal ein
bestimmmtes, d. h. deutlich isolirbares Kerngebilde, dann sind sie als
Zellen eben keiner weiteren Entwickelung fähig.
Aus meiner nun gegebenen Entwickelungstheorie findet nicht
allein die Spaltung der sogenannten Keimhaut (Bedeckung der Vesicula
blastodermica) in zwei Lagen ein äusseres (seröses) und ein
inneres (mucöses) Blatt mit dem dazwischen gelagerten Keimhügel
ihren Erklärungsgrund; auch die Form des Keimhügels, Fig. 74,
im senkrechten Durchschnitte eine halbmondartige, findet in dem ganzen
Vorgänge ihre einfachste und natürlichste Erklärung: der Keimhügel
nimmt nämlich ganz die Form der Furchungsmulde d an, deren
Entwickelung man in den Figuren 70, 71, 72 zusammengestellt
findet.
Es wird wohl nicht leicht sein, diese Vorgänge ganz in der
Art, wie sie hier angenommen wurden, der directen Beobachtung zugänglich
zu machen, sie folgen erstens zu rasch auf einander, dann
sind die Theile zu zart, theilweise zu wenig, theilweise so vollkommen
durchsichtig, dass sie aus Mangel an Schatten nicht gesehen
werden können; Härtung durch Weingeist oder andere Mittel, erhält
zwar zum Theile die Formen, macht aber den Schichtenbau verschwinden,
und so bleibt in der That kaum etwas anderes übrig, als