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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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Engel.

ansielit,  ist  nicht  Kern,  sondern  Inhalt  des  Keimbläschens,  der  sich
von  seiner  Peripherie  durch  optische  Eigenschaften  unterscheidet  und
daher  einen  Kern  nachahmt.
Es  sind  nun  nach  der  Furchung  des  Dotters  am  Ei  folgende
Theile  zu  unterscheiden:
1.  Die  Zona  pellucida  als  äussere  Eihaut,  welche  sich  später
zum  Chorion  entwickelt.
2.  Die  Dotterhaut,  welche  wieder  in  eine  äussere  und  eine
innere  zerfällt.  Beide  Lagen  sind  aber  allenthalben  mit  einander  verbunden, ­
  dass  sie  für  eine  einzige  Haut  angenommen  werden  müssen,
nur  an  dem  Punkte  m,  Fig.  69,  70,  71,  scheint  sich  von  der  äusseren,
an  der  Zona  anliegenden  Dotterhaut  eine  Platte  zu  lösen,  welche
entweder  dem  äusseren  Blatte  nahe  anliegt,  so  dass  zwischen  den
beiden  Blättern  nur  eine  dünne  Blastemlage  a,  Fig.  72,  übrig  bleibt,
welche  sich  später  zum  Keimhügel  gestaltet,  oder  die  innere  Platte
scheint  sich  von  dem  Punkte  m  gegen  den  Mittelpunkt  des  Dotters
mittelst  eines  längeren  oder  kürzeren  Ganges  einzustülpen  und  daselbst ­
  eine  centrale  Höhle  D,  Fig.  71,  zu  bilden.  Die  Entstehung  dieser ­
  Höhle  ist  aus  der  Figur  70  deutlich,  in  welcher  man  bei  D  die
grössere  Furchungsstelle  findet,  in  der  die  übrigen  kleineren  Furchen
ausmiinden.  Diese  Entwickelungsgeschichte  erklärt  sonach  aufs  Ungezwungenste ­
  die  Entstehung  und  Bedeutung  der  Centralhöhle.
3.  Im  Inneren  der  in  dieser  Art  doppelhäutigen  Blase  erscheint
die  Dottermasse,  Fig.  71,  in  mehrere  grosse  Abtlieilungen  zusammengehäuft, ­
  deren  jede  wieder  aus  einer  bedeutenden  Anzahl  kugeliger ­
  Dotterelemente  besteht.
Durch  diesen  Vorgang  nun  ist  aus  dem  Dotter  eine  mit  Blastem
gefüllte  Blase  geworden,  welche  zwischen  einer  doppelten  Hautlage
eine  Stelle  enthält,  in  der  sich  das  Blastem  des  künftigen  Embryos
entwickelt.  Diese  Blase  ist  in  der  Entwickelungsgeschichte  unter  dem
Namen  der  Vesicula  blastodermica  bekannt  und  ich  werde  diesen
Namen  auch  fernerhin  beibehalten.
Die  Frage,  oh  sowohl  der  Dotter,  als  auch  die  einzelnen  Furchungskugeln ­
  von  einer  Haut  umgeben  sind  oder  nicht,  wird  immer
wieder  von  Neuem  auftauchen  und  von  verschiedenen  Schriftstellern
immer  wieder  verschieden  beantwortet  werden.  Es  findet  sich  keine
Haut,  wenn  man  sich  unter  einer  Haut  eine  aus  Zellen  oder  Fasern
bestehende  Lage  denkt;  es  findet  sich  keine  Haut  wenn  man  sich
            
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