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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

Die  ersten  Entwickelungsvorgänge  im  Thierei  und  Fcetus.

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begründeten  Thatsaclie,  wenn  alle  Angaben  mit  der  Erfahrung  so
zusammenstimmen  wie  es  in  der  Tliat  der  Fall  sein  wird.
Als  eine  der  ersten  Wirkungen  der  Befruchtung  wird  das  Verschwinden ­
  des  Keimbläschens  angenommen.  Dieses  Verschwinden
könnte  in  doppelter  Weise  genommen  werden,  entweder  als  ein  Platzen ­
  des  Bläschens  oder  als  eine  weitere  Entwickelung  desselben
jedoch  mit  einer  solchen  Formveränderung,  dass  die  ursprüngliche
Form  eben  nicht  mehr  erkannt  werden  kann.  Ich  liege  die  letztere
Meinung  und  glaube,  dass  diese  Formveränderung  mit  der  sogenannten ­
  Dotterfurchung  wenig  zusammenliängt  und  zwar  in  folgender  Art:
Denkt  man  sich  in  dem  unbefruchteten  Ei  das  Keimbläschen  in
die  Dottermasse  eingebettet,  so  wird  es  ungefähr  die  in  der  68.  Figur
angedeutete  Lage  annehmen.  Nach  Art  eines  Keimes  ist  die  gesammte
Dottermasse  mit  einer  ganz  durchsichtigen  hautartigen  Blastemschicht
umgeben,  welche  nach  den  übereinstimmenden  Angaben  aller  Forscher ­
  der  inneren  Seite  der  Zona  pellucida  als  eine  helle  Schicht
anliegt.  Im  Innern  des  so  bläschenartig  umschlossenen  Dotter-Blastems
  beginnt  aber  ebenso  wie  in  dem  Keimbläschen  (gleichfalls
einem  Keime  nach  meiner  Benennungsweise)  eine  anfangs  einfache
Spaltung  (Fig.  68,  69,  Ä)  die  sogenannte  Dotterfurchung,  und  hier
auf  die  Umwandlung  der  beiden  Furchungskugeln  in  bläschenartige
Blasteme  (Fig.  69,  ß).  Im  Innern  dieser  bläschenartigen  Keime  setzt
sich  aber  die  Dotterfurchung  ins  Unbestimmte  fort  und  es  entstehen
daher  der  Reihe  nach  die  Figuren  70  und  71  wo  man  in  den  durch
fortgesetzte  Theilung  entstandenen  Dotterelementen  das  Keimbläschen
hei  a  wahrnimmt,  welches  nun  allerdings  vermöge  seiner  grossen
Ähnlichkeit  mit  den  übrigen  Elementen  des  Dotters  übersehen  werden ­
  muss.
Ich  hatte  eben  diese  Hypothese  über  die  erste  Veränderung  im
Ei  niedergeschrieben  als  ich  aus  einem  Citate  bei  Bise  hoff  ersah,
dass  Barry  eine  derartige  Theilung  des  Inhaltes  vom  Keimbläschen
wirklich  beobachtet  haben  will,  was  aber  Bis  c  hoff  bezweifelt.  Ich
möchte  an  der  Richtigkeit  der  Barry’schen  Beobachtung  nicht  zweifeln, ­
  nur  glaube  ich  wird  es  selten  gelingen  diesen  rasch  vorübergehenden ­
  Vorgang  wirklich  zur  Beobachtung  festzuhalten,  dann  aber
meine  ich,  ist  bei  dem  Keimbläschen  nicht  von  einer  Kerntheilung
die  Rede.  Das  Keimbläschen  ist  nicht  Zelle  sondern  bläschenartiges
Blastem.  Was  man  daher  in  demselben  gewöhnlich  für  einen  Kern
            
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