complementär gefärbter Gläser beim binoculären Sehen.
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Rande Hegen, dem rechten. Desshalb richtet sich die psychische
Intention abwechselnd auf das Sehen des rechten und des linken
Auges.
Wenn man durch die Fensterscheibe rechts vom Barren sieht,
sieht man vorherrschend mit dem rechten Auge, sieht man durch die
Fensterscheibe links vom Barren, vorherrschend mit dem linken, man
sieht desshalb durch erstere die Gegenstände gelb, durch letztere
blau. Bei Menschen, deren beide Augen gleich geübt und die zu
fixiren gewohnt sind, genügt es, um die Farben verschwinden zu
machen, wenn man sie so stellt, dass sie mit beiden Augen durch
eine und dieselbe Fensterscheibe sehen und sie einen Gegenstand
fest fixiren lässt, der gerade vor ihnen liegt.
Nach rechts und links dürfen die Augen nicht gewendet werden,
weil dann ein Theil des Sehfeldes, der nur einem Auge angehört,
indem erdem anderen durchdenNasenrücken entzogen wird, dem
directen Sehen zu nahe rückt. Bei Menschen, welche nicht gewohnt
sind, ihre psychische Intention gleichmässig auf beide Augen zu richten,
und denen desshalb die Farben leicht auseinander fallen, erreicht
man seinen Zweck, wenn man sie mehrmals hinter einander abwechselnd
mit beiden Augen durch das gelbe und das blaue Glas sehen
lässt, so dass man etwa jede zwei Secunden einmal wechselt, und
ihnen dann plötzlich beide Gläser gleichzeitig vorhält. Ich sehe farbloser,
wenn sich das gelbe Glas vor dem linken Auge befindet, als
wenn es vor dem rechten liegt, weil ich das rechte mehr gebrauche
und übe und das Gelb leichter über das Blau die Herrschaft gewinnt
als dieses über jenes.
Man sieht also, dass hier bei den farbigen Gläsern dieselben Punkte
in Betracht kommen, welche Dove bei seinen stereoskopischen
Versuchen und für die Vereinigung zweier Farben des Sonnenspectrums
wesentlich fand. Der Ton, in dem man die Landschaft sieht,
gleicht demjenigen, welchen sie durch eine London-smoke-Brille
annimmt. Die letztere Wirkung machen auch die beiden Gläser,
wenn sie über einander gelegt werden, nur verdunkeln sie dann
begreiflicherweise viel mehr. Man kann aus der grossen absobirenden
Kraft, der vollständigen Klarheit und der geringen Färbung der
London-smoke-Gläser, welche so ausserordentliche Vortheile darbieten
und bis jetzt so viel ich weiss ausschliesslich von England her
in den Handel kommen, mit Sicherheit scldiessen, dass dieselben mit