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K e ri n g o (t.
absetzende Quarzmasse in der Richtung der Hauptaxe vergrösserte.
Auf diese Weise sieht man den aufgewachsenen Flussspathkrystall an
dem Ende des Quarzkrystalles von Quarzmasse eingefasst, wie einen
Stein in einem Ringe.
Ferner wurde Silberglanz in krystallinischen, lamellaren,
zum Theil flockigen Gestalten in halbdurchsichtigen weisslichen
Quarzkrystallen von Schemnitz in Ungern beobachtet.
4. Über das Verschwinden der Farben des Flussspathes
durch Glühen und die Ur Sachen der Farbe.
Da die verschiedenen Farben des Flussspathes unbedingt als
unwesentliche anzusehen sind, so habe ich mich bemüht, durch verschiedene
Untersuchungen die Ursachen der Farben herauszufinden,
deren Mannigfaltigkeit so gross ist und die durch ihre Schönheit
den Flussspath zu einem stets gern gesehenen Minerale machen.
Schon die verschiedenen vorhandenen Resultate der chemischen Untersuchung
haben gezeigt, dass metallische Stoffe nicht die Ursache
der Farben sind, obgleich die blauen, grünen und gelben Farben
dies zwar glauben machen möchten. Verschiedene Prüfungen auf
nassem und trockenem Wege haben mit Ausnahme einiger wenigen
Fälle nichts dergleichen dargethan. Am auffallendsten aber spricht
die gemachte Erfahrung dagegen, dass der Flussspath durch Glühen
die Farbe vollständig einbüsst, und dass gewisse blaue Varietäten,
deren Färbung einer bituminösen Substanz zugeschrieben wird, mit
der Zeit gebleicht werden. Ich habe aus diesem Grunde Flussspatbe
von der verschiedensten Art und Stärke der Farbe in Rezug auf
ihr Verhalten gegen Hitze untersucht und fast bei allen gefunden,
dass sie, selbst die dunkelsten, vorsichtig erwärmt nach und nach
wasserhell werden, dass sie dabei decrepitiren und phosphoresciren,
ist bekannt; das erstere wird meist gehindert, wenn man die nöthige
Vorsicht an wendet.
Der durch Glühen herbeigeführte Verlust der Farbe, wovon
nur äusserst wenige, schon durch die Art ihrer Farbe kenntliche
Flussspathe ausgenommen sind, welche durch Malachit oder Kupferlasur
oder Eisenoxyd gefärbt sind, weist darauf hin, dass irgend
ein Stofl vorhanden sei, der nicht in den beiden Elementarbestandtheilen
des Flussspathes liegt, und ebenso gewiss erscheint es,
dass derselbe nicht metallisch ist. Ob derselbe aber unter allen Umständen
flüchtiger Natur sei, konnte ich nicht bestimmen, weil es