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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

Ein  Beitrag;  zur  Fauna  des  deutschen  Zechsteingebirges.  185
versehen.  Die  Zellen  sind  dachziegelig  in  Längsreilien  gestellt.  Die
Zellenreilien  sind  durch  eine  Kante  von  einander  getrennt.  An  den
Tlieilungskanten  stehen  Knöspchen.
b)  Acanthocladia  anceps,  v.  Sehl.  Diagnose:  Stämme  zahlreich, ­
  aufrecht,  häufig  fiedertlieilig;  Fiedern  schwach  abnehmend,
meist  gegenständig  und  am  Ende  abgestumpft.  Auf  den  Stämmen  drei
bis  sechs  Zellenreihen.  Zellenöffinmgen  mehr  oder  weniger  kreisförmig ­
  und  etwas  isolirt.  Haarröhrchen  schwach  gewunden.
Diese  beiden  unter  a)  und  b)  beschriebenen,  übrigens  leicht
zu  unterscheidenden  Arten  kommen  ziemlich  häufig  im  Dolomite  von
Pösneck  vor.  Tamniscus  dubius  ist  seltener  als  Acanthocladia  anceps, ­
  und  macht  sich  auch  hier  durch  die  Gabelung  der  Äste  nach
verschiedenen  Richtungen,  durch  die  gewundenen  Längslinien  auf
der  Oberfläche  und  durch  den  verschiedenen,  über  den  Zellenmündungen ­
  befindlichen  Stand  der  Keimbläschen,  A.  anceps  gegenüber, ­
  kenntlich.
Genus  Vermilia,  Lamarck.
„Tubus  testaceus,  cylindraceus,  postice  sensim  attenualus
plus  minusve  contortus,  repens,  corporibus  marinis  latere  affixus.
Apertura  rotunda;  margine  dente  unico  vel  dentibus  duobus
tribusve  saepe  arrnata.“  Lam.  Anim.  s.  vert.  cdit.  nouv.  tom.V,
p.  632.
„Serpida  unterscheidet  sich  von  Vermilia  hauptsächlich  dadurch, ­
  dass  es  nur  mit  einem  Theile  der  Schale  festsitzt,  Vermilia
hingegen  mit  der  ganzen  Schale.“  King.
42.  Vermilia  obscura,  King.
Serpida  obscura,  King,  Catalogue,  p.  6,  18i8.  King,
Monograph  of  tlie  Perm,  fossile  etc.  Taf.  VI,  fig.  14.  Serpida
minutissima,  Howse,  Trans,  of  the  Tyneside  Natur.  Field.
Club.  Vol.  I,  p.  258,  1848.
„Diagnose:  halbcylindriseh,  gewunden,  sehr  klein,  Mund  eingebogen.“ ­

„Diese  kleine  Art  findet  man  bisweilen  an  Fenestella  rctiformis,
  Cyathocrinus  ramosus,  Productus  horridus,  Camaroplioria
Schlotheimi  und  anderen  Versteinerungen  von  Tunstall-Hill  und  Humbleton.
  Einige  unvollständige  Steinkerne  habe  ich  an  den  zur  Ebbezeit
zugänglichen  Kalksteinschichten  hei  Sunderland,  Ilendon  gegenüber,
gefunden;  sie  können  einer  anderen  Art  angehören.“  King.
            
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