Ein Beitrag zur Fauna des deutschen Zechsteingebirges. 183
identificiren und dass er es für höchst wahrscheinlich halte, dass
Coscinium dubium, G ein., mit Ausnahme der Figuren 8 und 9, welche
zu Stenopora columnaris zu gehören schienen, gleichfalls mit
Calamopora Mackrothi zu vereinigen sei.
b) Stenopora columnaris, v. Schl. Eine Krusten bildende
Stenopora. Zellen röhrig, cylindrisch, mehr oder weniger transversal
schwach gerunzelt, dicht an einander stehend, bis an die Mündungen,
welche etwas zusammengezogen sind, so dass etwas breite Zwischenräume
entstehen, welche oft durch eingeschaltete Röhrchen durchbohrt
erscheinen. Die Öffnungen sind rund oder etwas polygonal mit
einem gekörnten Rande.
Diese Art, fahrt King fort, kann leicht mit Calamopora
Mackrothi verwechselt werden, sie unterscheidet sich aber, ausser
dem Mangel an Querscheidewänden und den incrustirenden Charakter,
durch die breiteren Zwischenräume, durch die reicher mit Knötchen
versehenen Mündungen und die regelmässigere Stellung der Öffnungen
der alten und eingeschobenen Röhrchen.
Der Mangel an Querscheidewände in den Röhrchen veranlasste
Kinghauptsächlich, die Art nicht zu Calamopora zu stellen, während
die Art der Zunahme des Polypenstockes durch Interpolation es verbietet,
sie zu Alveolites zu zählen.
King ist geneigt, Alveolites Producti, Gein., zu Stenopora
columnaris zu stellen.
Die Unterscheidung der genannten Arten ist mit einiger Mühe
verbunden, um so mehr, als die Arten selbst nicht gehörig sicher
charakterisirt sind. Sie kommen sämmtlich im Dolomite von Pösneck
vor; erstere am häufigsten. Die Frage, ob Alveolites Producti mit
Stenopora columnaris zu vereinigen sei, scheint verneint werden
zu müssen, kann aber hei dem vorliegenden Materiale nicht genügend
beantwortet werden.
38 und 39. Fenestella retiformis, v. Schl., ist eine sehr veränderliche
Koralle, und King vereinigt, desshalb die nur wenig
abweichende F. antiqua, als eine Varietät jener, mit derselben.
40. Phijllopora Ehrenbergi, Gein., King hat diese Art zur
typischen Form des neuen Geschlechtes PUyllopora erhoben. Er
gibt demselben folgende Diagnose: Fenestellenartig, aus trichterförmigem,
gefaltetem, durchbrochenem Laube, oder blattartigen Ausbreitungen
bestehend. Auf der ganzen äusseren oder unteren Fläche