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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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S  c  h  a  u  r  o  t  h.

ganzen  Länge  nach  deutlich  gekrümmt  und  erreicht  ohngefähr  die
Länge  von  10  —15  Millim.  Sie  nimmt  schnell  an  Dicke  zu  und  wird
zuletzt  bei  den  bezeichneten  Längen  1*4  —  2  Millim.  stark.  Durchschnitt ­
  kreisrund.  Vorkommen  bei  Rückingen.
Ich  zweifle  nicht,  dass  die  drei  hier  erwähnten  Vorkommnisse  derselben, ­
  der  von  King  genannten  Art  Dentalium  Sorbyi  zukommen.
34.  Cidaris  Kayserlin  yi,  Ge  in.  King  sagt,  von  dieser  Art
seien  keine  vollständigen  Exemplare  bekannt,  wesshalb  das  Genus
noch  nicht  mit  hinreichender  Sicherheit  bestimmt  werden  könne  und
dass  ihm  nur  die  etwas  sechsseitige  Form  der  Platten  veranlasst  habe,
diese  Art  zu  Archacocidnris  zu  stellen.  Die  erste  Nachricht  von
der  Anwesenheit  eines  Cidariten  im  Zechsteine  gab  de  Verneuil  im
Bul.  de  la  Soc.  Geol.  2 me  Serie,  Vol.  I,  p.  25,  was  jedenfalls
King  zur  Bildung  des  Artnamens  bewogen  hat.  Der  King'sche  und
der  Geinitz’sche  Name  sind  gleichzeitig  entstanden,  ein  Prioritätsrecht ­
  besteht  also  nicht;  nur  die  Entdeckung  de  Verneuil’s  dürfte
einen  Anspruch  auf  Anerkennung  geltend  machen.
Von  diesen  schönen  Cidariten,  welchen  Geinitz  nur  aus  dem
unteren  Zechstein  von  Corbusen  erwähnt,  habe  ich  Bruchstücke  von
der  Schale  und  Stacheln  im  Dolomite  von  Pösneck  gefunden;  die  Stacheln ­
  sind  nicht  pfriemenförmig,  sondern,  wie  King  sie  abbildet,
nach  oben  nur  wenig  abnehmend,  der  Länge  nach  fein  gestreift,
(diese  Streifung  ist  nur  bei  einiger  Vergrösserung  sichtbar)  und  am
Ende  mit  verhältnissmässig  kräftigen  und  gedrängt  stehenden  Knoten,
welche  den  Stummeln  abgeschnittener  Zweige  an  einer  Ruthe  zu
vergleichen  sind,  geziert,  so  dass  sie  wie  ein  Scepter  aussehen.
35—37.  Calamopora  Mackrothi,  Ge  in.  umfasst  auch  Cosciniurn
  dubium,  Ge  in.  und  manche  Exemplare  von  Stenopora  columnciris,
  v.  Schl.,  welche  hierher  gerechnet  worden  sind.  Es  folgen
desshalb  die  von  King  gegebenen  Diagnosen  beider  Körper,  a)  Calamopora
  Mackrotlii,  Gein.  Ästig;  mit  zahlreichen,  schlanken,  runden ­
  oder  polygonalen,  quergerunzelten  Röhrchen,  welche  sich  senkrecht ­
  im  Mittelpunkte  der  Zweige  erheben  und  dann  plötzlich  gegen
die  Oberfläche  umbiegen.  Die  eingeschalteten,  neuen  Röhrchen,
welche  der  Aussenseite  der  alten  entspringen,  sind  zahlreich;  am
Rande  der  Öffnungen  stehen  fünf  bis  acht  dornähnliche  Knötchen.
King  bemerkt  noch,  dass  es  wohl  keinem  Zweifel  unterliegen
dürfe,  die  Stenopora  Mackrothi  Geinitzens  mit  dieser  Art  zu
            
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