Mineralogische Notizen.
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hervorgebrachte theilweise Zerstörung der Wandungen durch abgebröckelte
einzelne Theile der festen Gesteinsmasse sieht, welche in
Achatmandeln oft zu beobachten ist. Aus der Menge des Kalkspathes
lässt sich auf eine kurze Dauer des Absatzes schliessen und die darauffolgende
Bildung des Aragonites ging unter veränderten Verhältnissen
der Temperatur vor sieh, welche gewöhnlich mit Absätzen verschiedener
Species in Verbindung zu stehen pflegt. Die Krystalle des
Aragonites setzten sich über dem krystallisirten Kalkspath fest und
erfüllten nach und nach ohne Unterbrechung der Bildung den ganzen
Hohlrauin.
Da die Aragonitkrystalle anders gefärbt und weit reiner, als die
Kalkspathkrystalle sind, so sieht man hieraus, wie das mit Kalkcarbonat
geschwängerte Fluidum durch die bereits vorhandene Kalkspath-Ablagerung
gleichsam filtrirt wurde und die gelbe durch äusserst
fein vertlieiltes pulverulentes Pigment hervorgebrachte Färbung aufhörte,
dagegen das noch vorhandene Eisen durch irgendwelche Verbindungsweise
dieblasse, röthlichhlaue Farbe des Aragonites erzeugte,
oder dass der Einfluss des die Gesteinsmasse durchdringenden Fluidums
auf dieselbe ein anderer geworden ist. So wie früher von den
Wandungen des Hohlraumes sich einzelne Theile losbröckelten und
dadurch mit der Ausfüllungsmasse gemengt erscheinen, bröckelten sich
auch einzelne Kalkspathkrystalle oder Theile derselben ab und wurden
auf diesem Wege von dem krystallisirenden Aragonit umschlossen.
Die Natur des ersten Absatzes, eine Bekleidung der Wandungen
durch neben einander aufgewachsene Kalkspathkrystalle würde die an
den Achatmandeln vorkommenden Zuführungscanäle gar nicht als
notlnvendig erscheinen lassen, da ein krystallinisches Aggregat ganz
gut geeignet ist, den Eintritt eines Fluidums in das noch unerfüllte
Innere zu vermitteln, doch sieht man auch hier noch dazu sehr instructiv
den Ort eines Zuführungscanals und wie die letzten Aragonittheile
sich in retrogader Weise gegen diese Stelle hin als feine lineare Gebilde
absetzten, nachdem der disponible Raum durch den Absatz im
ganzen Innern sich immer mehr verengt hatte, bis endlich die Ausfüllung
abgeschlossen wurde.
Die Erfahrung, welche man hiernach an diesem Exemplare macht,
dass Aragonit nach dem Kalkspath als Ausfüllungsmasse eines mandelsteinartigen
Hohlraumes entstanden ist, in Verbindung gebracht
mit dem Temperatur-Unterschiede, welcher nach G. Rose's Beobach-