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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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Schau  roth.

gegründet  ist.  King  spricht  ferner  die  Vermuthung  aus,  ein  geebneter ­
  Theil  am  Wirbel  könnte  vielleicht  eine  Area  mit  einer  Spalte
sein,  er  ist  aber  überzeugt,  dass  keine  Zähne  vorhanden  und  die  Art
zu  Strophalosia  nicht  gerechnet  werden  darf;  Prod.  umbonillatus
unterscheide  sich  endlich  von  Pr.  horridus  durch  die  etwas  dreiseitige ­
  Form,  durch  den  Mangel  der  Ohren,  durch  bedeuteud  geringere
Convexität  und  durch  den  kleinen,  spitzen,  nicht  eingekrümmten
Schnabel.
Bei  der  Seltenheit  dieser  Art  im  englichen  Zeelisteine  standen
King  nur  wenige  unvollständige  Exemplare  zu  Gebot,  es  lässt  sieb
daher  bei  dem  vorliegenden  Materiale  aus  dem  Dolomite  von  Pösneck
der  obigen  Beschreibung  noch  Manches  hinzufügen.
Zuförderst  muss  bemerkt  werden,  dass  gegenwärtige  Art  bei
Productus  eine  passende  Stellung  gefunden  hat.  Die  Form  vollständiger ­
  Exemplare  ist  nicht  subtriangulär,  sondern  rectangulär,  mit
scharfen  Ecken  am  Schlossrande  und  abgerundeten  am  vorderen  Rande;
die  Breite  der  Schale  verhält  sich  zur  Länge  derselben,  der  Entfernung ­
  vom  Schlossrande  bis  zum  gegenüber  liegenden  Rande,  wie
5  zu  4.  Nur  verletzte  Exemplare,  und  das  sind  die  meisten,  haben
eine  etwas  dreiseitige  Form,  was  daher  rührt,  dass  die  rechtwinkeligen ­
  Ecken  am  Ende  der  Schlosslinie,  in  welchen  Theilen  die  Schalen
nur  sehr  dünn  ausgebildet,  schon  verletzt  sind  oder  beim  Herausschlagen ­
  aus  dem  Muttergesteine  verletzt  werden,  dass  hingegen
Steinkerne  ihren  geraden  Schlossrand  ganz  eingebüsst  haben  und
durch  den  spitz  vorragenden  Wirbel  etwas  dreiseitig  erscheinen.
Die  grosse  Schale  ist  gewöhnlich  nicht  sehr  concav,  bisweilen  wölbt
sie  sich  aber  hoch  empor,  so  dass  man  einen  Productus  horridus
vor  sich  zu  haben  wähnt;  allein  der  steil  abfallende  und  weit  über
die  Schlosslinie  hinausgreifende  Wirbel  des  letzteren  gibt  immer  ein
sicheres  Kennzeichen  zur  Unterscheidung  von  der  gegenwärtigen
Art,  bei  welcher  der  Wirbel  an  schalentragenden  Exemplaren  die
Schlosslinie  nicht,  oder  ausnahmsweise  nur  unbedeutend  überschreitet,
aber  nie  steil  abfallend  sich  unter  dieselbe  hinabkrümmt.  Das  Maximum ­
  der  Wölbung  des  geflachten,  in  der  Mitte  der  Länge  nach  seicht
und  breit  gefurchten  Rückens  der  grossen  Schale  bleibt  sich  in  seiner
Lage  vom  Schlossrande  gegen  den  Vorderrand  hin  nicht  constant,
doch  zeigen  sich  die  meisten  Exemplare  gegen  den  Wirbel  hin  flacher
als  gegen  den  Rand.  Auf  Steinkernen  sieht  man  immer  eine  vom
            
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