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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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Schauroth.

Stacheln  zahlreich,  ang  und  dicht  angehäuft;  Area  sehr  klein.  Grösse
selten  über  W"  im  Durchmesser.
Diese  Art  steht  der  S.  Goldfussi  und  iS.  Morrisana  am  nächsten, ­
  unterscheidet  sich  von  letzterer  aber  durch  den  vielmehr  niedergedrückten ­
  Wirbel  und  durch  die  grössere  Zahl  und  Aufrichtung  der
Stacheln,  von  den  ersteren  durch  den  mehr  niedergedrückten
Wirbel.
S.  parva  ist  bis  jetzt  nur  im  Shell-limestone  von  Humbleton-Quarry
  gefunden  worden.  Man  sieht  sie  gewöhnlich  im  Innern  der
Schalen  von  Produclus  horridus.  Dieses  Vorkommen  und  der  Umstand, ­
  dass  alle  Strophalosien  einen  eingedrückten,  gewundenen  oder
abgestumpft  erscheinenden  Wirbel  hätten,  brachte  King  zu  der  Ansicht, ­
  dieselben  seien,  wie  Spondylus,  immer  oder  wenigstens  im
Jugendalter  aufgewachsen  gewesen.
32.  Produclus  liorridus,  Sow.  Diesen,  schon  von  Hoppe  im
Jahre  1745  als  „versteinerterGrypliit“  beschriebenen  Brachiopoden  hat
King  ausführlich  behandelt.  Er  lieht  zuerst  die  grosse,  oft  nach  der
Localität  sich  richtende  Veränderlichkeit  hervor;  so  seien  z.  B.  die
Individuen  von  Whitley  schmäler,  beziehungsweise  höher  und  im
Bücken  seichter  gefurcht  als  jene  von  Humbleton  und  Derbyshire,
während  die  Exemplare  von  Garmundsway  und  Thickley  in  dieser
Hinsicht  zwischen  jenen  beiden  Varietäten  ihre  Stelle  einnähmen  und
überdies  eine  mehr  vierseitige  Form  hätten;  auch  erschienen  die
ersteren  nicht  so  auffallend  längsgefurcht.  Die  breiten  Kamsdorfer
(hierher  gehören  auch  die  Geraer)  Exemplare  vergleicht  er  mit
denen  von  Humbleton,  die  hohen  Glücksbrunner  mit  jenen  von  Garmundsway. ­
  Eine  ähnliche  von  der  Localität  abhängige  Verschiedenheit ­
  sei  an  der  Schlossmuskelstütze  zu  beobachten,  indem  diese  hei
den  Exemplaren  von  Garmundsway  dreilappig  und  convex  seien,  hei
jenen  von  Humbleton  aber  zweilappig  und  concav.  Dann  geht  King
auf  die  Stachelröhren  über  und  gibt  unter  anderm  an,  dass  die  kleine
Schale  zwei  Reihen  Stacheln  habe,  von  welchen  die  eine,  mit  grösseren ­
  Röhren,  mit  dem  inneren  Raume  der  Schale  eommunicire,  die
andere  aber  verkümmert  bleibe;  er  bespricht  weiter  die  innen  an
der  Schale  befindlichen  Muskeleindrücke,  die  Structur  der  Schale  und
das  Vorkommen  der  Art  in  England.
Aus  den  in  der  Tabelle  aufgezählten  Fundorten  geht  hervor,
dass  Produclus  liorridus  auch  in  verticaler  Richtung  in  den  Schieb-
            
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