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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

Ein  Beitrag  zur  Fauna  des  deutschen  Zechsteingebirges.

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deuteten  Sinus  in  der  Rückenschale;  von  der  zweiten  unterscheidet
sie  sich  durch  grössere  Area  und  weiter  gestellte  Stachelröhren  oder
deren  Narben;  von  S.  Morrisana  unterscheidet  sie  endlich  der
Mangel  der  radial  vom  Wirbel  der  Rückenschale  ausgehenden,  deutlichen, ­
  mehrfach  unterbrochenen  Streifen  und  den  Mangel  der  auf  der
Rückenschale  einzeln  vertheilten,  meist  mehr  seitenständigen,  niedergedrückten ­
  und  vorwärtsgerichteten,  ziemlich  kräftigen.  Röhren.  Eine
durch  das  Wachsen  der  Schalen  bedingte  concentrische  Runzelung
oder  Streifung  der  Schale  ist  bei  allen  Strophalosien,  am  meisten
bei  S.  lamellosa,  und  hier  hauptsächlich  auf  der  kleinern  Schale,  zu
bemerken  und  bildet  für  die  letzte  Art  ein  Hauptmerkmal,  da  hier
die  Zuwachslamellen  meist  dick,  wulstig  und  treppenformig  abgesetzt
erscheinen,  am  Wirbel  meist  ein  querliegendes,  ebenes  Oval  bildend,
während  sie  bei  anderen  Arten  nicht  so  regelmässig  und  kräftig  ausgebildet ­
  Vorkommen.  Ein  anderer  Hauptcharakter  soll  die  gänzliche
Abwesenheit  von  Stacheln  auf  der  kleinen  Schale  sein.
Wenn  man  die  Strophalosia  lamellosa  aus  dem  Gesteine,
besonders  jene  im  dichten  Kalksteine,  herausschlägt,  so  bleibt  gewöhnlich ­
  die  kleine,  vorzugsweise  gewellte  Schale  zum  Theil  oder  ganz
auf  dem  einen  Stücke  sitzen,  so  dass  gewöhnlich  nur  die  innere  Seite
der  Schale  sichtbar  wird,  wo  die  Insertionsstellen  bei  der  grösseren
lticke  der  unteren  Schale  meist  nicht  sehr  in  die  Augen  fallen  oder
auch  gar  nicht  zu  bemerken  sind;  löst  man  die  Schale  ab,  oder
schlägt  man  einen  dünnen  Splitter  des  Nebengesteins  mit  los,  so  kann
man  sich  meistens,  besonders  bei  Anwendung  einer  Säure,  von  den
Stachelnarben  oder  den  vom  Nebengesteine  umhüllten  Stacheln  selbst
überzeugen.  Wie  auf  der  Oberfläche  der  grossen  Schale,  so  stehen
aucli  hier  die  Stacheln  einzelner  als  bei  anderen  Arten  und  manche
Individuen  mögen  auf  der  unteren  Seite  sehr  arm  an  Stacheln  oder
gar  ohne  Stacheln  gefunden  werden  können.  Dass  die  untere  Schale
durchgehends  stachellos  sei,  glaube  ich,  dürfte  schon,  als  der
Analogie  wiederstreitend,  in  Zweifel  gestellt  werden.
Im  Zechsteindolomite  von  Pösneck  kommen  die  vier  genannten
Arten  vor  und  zwar  S.  Goldfussi  am  häufigsten,  S.  Morrisana
nicht  häufig,  aber  bisweilen  deutlich.
d)  Als  vierte  Art  in  England  führt  King  noch  Strophalosia.
parva,  King,  an.  Diagnose:  Umriss  unregelmässig  kreisförmig.
Grosse  Schale  etwas  convex;  Wirbel  sehr  klein  und  sehr  eingedrückt;
Sitzb.  d.  mathem.-naturw.  CI.  XI.  Bd.  I.  Hft.

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