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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

Ein  Beitrag  zur  Fauna  des  deutschen  Zechsteingebirges.  175
niedergebogenen  spitzen  Wirbel,  einer  hohen  Area  und  einem  schmalen, ­
  bisweilen  nur  schwach  angedeuteten  Sinus,  fein  concentrisch
gestreift  und  mit  dünnen,  aber  langen  Stachelröhren  besetzt.  Bauchschale ­
  an  älteren  Individuen  stark  vertieft,  tasclienförmig,  indem  ihre
grösste  Breite  unterhalb  der  Mitte  der  Länge  liegt,  meist  etwas
breiter  als  lang  und  mit  ähnlichen  Röhrenstacheln  oder  Warzen
bedeckt,  wie  die  andere  Schale,  der  Schlossrand  nimmt  ungfähr  zwei
Drittheile  der  grössten  Schalenbreite  ein.  Die  Area  der  Ventralschale
ist  niedrig)  fügt  King  noch  folgende  wichtige  Punkte  hinzu:  Form
rundlich,  Area  schmal  und  etwas  erhaben.  Dorsalschale  rundlichconvex, ­
  mit  sehr  langen  gebogenen  Stachelröhren,  welche  von  der
Spitze  des  Wirbels  aus  in  radiale,  etwas  nach  aussen  gekrümmte
Linien  gestellt  sind;  Ventralschale  concav  mit  sehr  vielen  niedergezogenen, ­
  etwas  langen,  wie  auf  der  Rückenschale,  ziemlich  regelmässig ­
  vertheilten  Stacheln;  Wirbel  klein,  gerundet,  etwas  eingekrümmt ­
  und  schwach  eingedrückt.
Strophalosia  excavatci  unterscheidet  sich  von  8.  Goldfussi
durch  den  runden  Umriss,  die  regelmässige  und  bedeutende  Convexität
  der  grossen  Schale,  die  gerundete  Form  des  Wirbels,  die  bogenförmig ­
  radiirende  Stellung  der  Stacheln  und  durch  die  kleinere  Area.
Diese  Vertheilung  der  Stacheln  gibt  ein  Hauptunterscheidungs-Merkmal
dieser  Art  von  allen  anderen;  dasselbe  ist  in  den  Geinitz’schen
Figuren  30  auf  Tafel  V  und  20  auf  Tafel  VI  am  meisten  hervorgehoben. ­
  Von  den  Geinitz’schenFiguren  rechnet  King  ziuS't.  excamta
  Tafel  V,  Fig.  35  und  37,  Tafel  VI,  Fig.  20.
Diese  Art  ist  im  Dolomite  bei  Pösneck  bei  weitem  seltener  als
vorige,  die  meisten  Exemplare  zeigen  aber  die  gewissermassen  regelmässige ­
  Vertheilung  der  Stachelröhren  sehr  deutlich.
c)  Strophalosia  Morrisiana,  King.  Diagnose:  Gerundete
Form.  Beide  Schalen  mit  zahlreichen,  feinen,  unterbrochenen,  von
der  Spitze  des  Wirbels  radial  auslaufenden  Linien  besetzt.  Area
breit  und  wenig  erhaben.  Dorsalklappe  schwach  convex,  an  der  Seite
der  Länge  nach  unregelmässig  gerunzelt,  mit  einzelnen,  etwas  langen,
um  Rücken  anliegenden  und  vorwärts  gerichteten,  am  Wirbel  und  an
den  Seiten  aufgerichteten  und  rückwärts  geneigten  Stachelröhren
besetzt.  Wirbel  klein  und  sehr  eingedrückt.
Als  Unterscheidungs-Merkmale  von  S.  Goldfussi  macht  King
die  entschieden  regelmässigere  Form,  die  breitere  und  niedrigere  Area
            
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