Ein Beitrag zur Fauna des deutschen Zechsteingebirges.
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vom mit einem tiefen Sinus und diesem entsprechenden Wulste,
welche 1—6, gewöhnlich sich theilende Rippen tragen; an den Seiten
dieselben, der Zahl nach veränderlichen Rippen; etwas fünfseitiger
Umriss; hinten zugespitzt, vorn abgerundet. Grosse Klappe in der
Wirbelgegend etwas abgerundet, an den Seiten niedergedrückt; der
Sinustheil erstreckt sich beträchtlich, nach unten gerichtet, über den
Rand hinaus; Spaltöffnung klein. Kleine Schale mit einem, dem tiefen
Sinus entsprechenden und emporstehenden Wulste; mit steil abfallenden
Seiten. Randschleppe von halber Schalenlänge.
Camaroplioria Schlotheimi variirt ausserordentlich in ihrer
Form und in der Zahl der Rippen; bisweilen erscheint sie, gegen die
Gewohnheit, länger als breit, indem sie sich nach hinten zuspitzt.
Nach der Anzahl der Rippen im Sinus kann man 5—6 Formen unterscheiden;
die Rippen an den Seiten sind gleichen Veränderungen
unterworfen; es gibt sogar Exemplare ohne alle Rippen. King vermuthet
daher, Geinitz möge solche ungerippte Varietäten mit Camaroplioria
superstes, de Vern. identificirt haben, und dessen
Terebratula Geinitziana (-ana) nur eine vielgefaltete C. Schlotliehni
sein.
Im Dolomite von Pösneck kommt diese Art häufig vor; ich habe
auch Exemplare gefunden, an welchen die Erweiterung am Rande,
welche mit concentrischen Streifen versehen, erhalten ist; sowie ein
Exemplar, dessen kleine Schale von einem zoophagen Mollusken
durchbohrt ist.
b) Camaroplioria globulina, Phillips. Diagnose: Etwas
kugelförmig, selten mehr als V4 Zoll messend; glatt, an der Stirn
nicht stark gebuchtet. Die Seiten (auf die durchbohrte Klappe
sehend) sind höher als die Stirn, welche sich tief herabzieht. Die
Seiten und die Stirn sind mehr oder weniger gerippt; die Rippen
scharf und einfach; die Wirbel wenig überragend und gebogen; beide
Klappen convex.
„Diese kleine Art gleicht jungen Individuen der C. Schlotheimi
nngemein, doch kann man sie an der sich fast gleichkommenden
Wölbung der beiden Schalen und durch Vergleichung dieser Art
mit erwachsenen Individuen von Schlotheimi leicht erkennen, wobei
man finden wird, dass junge Individuen von der Grösse der
G globulina keine so ausgeprägte Rippen haben können als diese.“
King.