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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

Ein  Beitrag  zur  Fauna  des  deutschen  Zechsteingebirges.

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vom  mit  einem  tiefen  Sinus  und  diesem  entsprechenden  Wulste,
welche  1—6,  gewöhnlich  sich  theilende  Rippen  tragen;  an  den  Seiten ­
  dieselben,  der  Zahl  nach  veränderlichen  Rippen;  etwas  fünfseitiger
Umriss;  hinten  zugespitzt,  vorn  abgerundet.  Grosse  Klappe  in  der
Wirbelgegend  etwas  abgerundet,  an  den  Seiten  niedergedrückt;  der
Sinustheil  erstreckt  sich  beträchtlich,  nach  unten  gerichtet,  über  den
Rand  hinaus;  Spaltöffnung  klein.  Kleine  Schale  mit  einem,  dem  tiefen
Sinus  entsprechenden  und  emporstehenden  Wulste;  mit  steil  abfallenden ­
  Seiten.  Randschleppe  von  halber  Schalenlänge.
Camaroplioria  Schlotheimi  variirt  ausserordentlich  in  ihrer
Form  und  in  der  Zahl  der  Rippen;  bisweilen  erscheint  sie,  gegen  die
Gewohnheit,  länger  als  breit,  indem  sie  sich  nach  hinten  zuspitzt.
Nach  der  Anzahl  der  Rippen  im  Sinus  kann  man  5—6  Formen  unterscheiden; ­
  die  Rippen  an  den  Seiten  sind  gleichen  Veränderungen
unterworfen;  es  gibt  sogar  Exemplare  ohne  alle  Rippen.  King  vermuthet
  daher,  Geinitz  möge  solche  ungerippte  Varietäten  mit  Camaroplioria ­
  superstes,  de  Vern.  identificirt  haben,  und  dessen
Terebratula  Geinitziana  (-ana)  nur  eine  vielgefaltete  C.  Schlotliehni
  sein.
Im  Dolomite  von  Pösneck  kommt  diese  Art  häufig  vor;  ich  habe
auch  Exemplare  gefunden,  an  welchen  die  Erweiterung  am  Rande,
welche  mit  concentrischen  Streifen  versehen,  erhalten  ist;  sowie  ein
Exemplar,  dessen  kleine  Schale  von  einem  zoophagen  Mollusken
durchbohrt  ist.
b)  Camaroplioria  globulina,  Phillips.  Diagnose:  Etwas
kugelförmig,  selten  mehr  als  V4  Zoll  messend;  glatt,  an  der  Stirn
nicht  stark  gebuchtet.  Die  Seiten  (auf  die  durchbohrte  Klappe
sehend)  sind  höher  als  die  Stirn,  welche  sich  tief  herabzieht.  Die
Seiten  und  die  Stirn  sind  mehr  oder  weniger  gerippt;  die  Rippen
scharf  und  einfach;  die  Wirbel  wenig  überragend  und  gebogen;  beide
Klappen  convex.
„Diese  kleine  Art  gleicht  jungen  Individuen  der  C.  Schlotheimi
nngemein,  doch  kann  man  sie  an  der  sich  fast  gleichkommenden
Wölbung  der  beiden  Schalen  und  durch  Vergleichung  dieser  Art
mit  erwachsenen  Individuen  von  Schlotheimi  leicht  erkennen,  wobei ­
  man  finden  wird,  dass  junge  Individuen  von  der  Grösse  der
G  globulina  keine  so  ausgeprägte  Rippen  haben  können  als  diese.“
King.
            
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