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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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Schau  roth.

Diese  Art  ist  in  Grösse  und  Form  ausserordentlich  veränderlich
Im  Zechsteindolomite  von  Pösneck  kommt  sie  sehr  häufig  vor;  ausli
bei  Logau  in  Schlesien  und  der  Wetterau.
b)  Terebratula  suf/lata,  v.  Schl.  Geinitz,  Taf.  IV,  Fig  28
und  29.  „Diagnose:  Schale  wie  bei  voriger  Species;  gewöhnlich  5 / 8
Zoll  lang  und  y a  Zoll  breit;  die  vordere  Hälfte  am  breitesten  und
stumpf  abgerundet,  die  hintere  Hälfte  etwas  abnehmend;  mässig  und
regelmässig  convex;  an  den  Rändern  der  vorderen  Hälfte  gerundet,  mit
deutlichen,  abgesetzten  Zuwachsstreifen.  Grosse  Schale  mit  einer
regelmässigen  und  nicht  zu  starken,  über  den  Rücken  herablaufenden
Furche;  Wirbel  vorragend  und  gewölbt;  das  Loch  wie  bei  voriger
Art.  Kleine  Schale  regelmässig  gerundet.“  King.
Diese  Art  ist  der  Veränderlichkeit  nicht  so  unterworfen  als  T.
elongata;  nur  die  charakteristische,  besonders  gegen  den  vorderen
Rand  hin  tiefer  erscheinende  Furche  auf  dem  Rücken  findet  man  bisweilen ­
  bloss  angedeutet;  indessen  unterscheidet  sie  sich  immer  deutlich ­
  als  besondere  Art  durch  die  aufgeblasenere,  rundere  Form  im
Allgemeinen,  durch  den  vorstehenderen  und  gewölbteren  Schnabel,
die  rundere,  durchaus  nicht  scharfe  Vorderseite,  durch  den  Mangel
der  Kante  auf  der  kleinen  Schale,  durch  die  dicken  Zuwachsstreifen,
durch  eine  engere  und  schärfer  begrenzte  Furche  auf  der  grossen
Schale,  durch  geringere  Abnahme  gegen  den  Schnabel  hin  und  feinere
Punktirung.
Terebratula  sufßata  kommt  auch  in  Pösneck  im  Zechsteindolomite ­
  vor,  aber,  wie  in  England,  viel  seltener  als  T.  elongata.
25.  Zur  Vergleichung  der  Cleiolhyris  pectinifera,  der  einzigen
Art,  welche  King  aus  der  Zechsteinformation  anführt,  fehlt  mir  das
Material.
26.  Das  Genus  Camarophoria  (nicht  Camerophoria)  King’s
ist  wohl  gegründet;  die  hierher  gerechneten  Arten  sind  keine  Terebratuliden.
  Von  den  ähnlichen  Rrachiopodengeschlechtern  unterscheidet ­
  es  sich  hauptsächlich  durch  zwei  spatelförmige  Stützen  in
der  kleinen  Schale.  King  spricht  sich  weitläufig  über  dieses  Geschlecht ­
  aus,  wir  gehen  aber  gleich  zur  Reschreibung  der  drei  in
England  vorkommenden  und  von  King  angeführten  Arten  über.
a)  Camarophoria  Schlolheiini,  von  Buch.  Diagnose:  Typische
Form.  Gewöhnlich  so  breit  als  lang,  selten  5 / s  Zoll  überschreitend;
glatt,  eben,hintere  Hälfte  etwas  angeschwollen,  gefaltet  oder  gerippt,
            
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