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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

Ein  Beitrag  zur  Fauna  des  deutschen  Zechsteingebirges.  167

Dentalplatten  und  mit  einem  quergestellten,  halbelliptischen,  massig
geneigten  Loche  versehen  ist.  Dieser  Name  ist  bisher  als  gleichbedeutend ­
  mit  Terebratula  gehalten  worden  und  King  macht  den
Vorschlag,  unter  diesem  Namen  diejenigen  Terebrateln  zu  vereinigen,
deren  Schnabel  mit  Dentalplatten  versehen  und  deren  Gerüst  mit  der
Form  einer  quergetheilten  Ellipse  zu  vergleichen  sei;  das  ähnliche
Untergeschlecht  von  Terebratula,  K  i  n  g’s  Waldheimia,  unterscheide
sich  hauptsächlich  durch  das  elliptische,  mehr  vorragende  und
niedergebeugte  Loch;  aus  diesen  und  anderen  Gründen,  welche  King
weiter  darlegt,  scheine  Epithyris  zwischen  Terebratula  und  Waldheimia ­
  zu  stehen.
Das  Loch  der  hierher  gehörigen  Arten  des  Zechsteins  liegt  bei
den  Pösnecker  Exemplaren  in  der  Spitze  des  Schnabels  und  ist  klein
«nd  rund,  andere  Charaktere  der  Untergeschlechter  Terebratida
(partim)  L  h  wy  d,  Pygope,  Link,  Eudesia,  King,  Terebratella,
d’Orb.,  Megerlia,  King,  Waldheimia,  King,  und  Epithyris,
Phil  1-,  unter  welche  King  die  Terebratuliden  vertheilt,  kann  ich
ans  Mangel  an  Material  nicht  beurtheilen,  glaube  aber  nicht  unrecht
zu  handeln,  wenn  ich  die  bei  King  angeführten  permischen  Epithyrisarten
  dem  d’O  r  b  i  g  n  y’schen  Geschlechte  Terebratula,  welches
die  Terebrateln  mit  rundem  Loch,  Deltidium  und  ohne  Area  umfasst,
belasse.
King  führt  zwei  Epithyrisarten  an,  indem  er  ganz  richtig
die  Terebratula  elongata  bei  Geinitz  in  zwei  Arten  theilt.  Diese
sind:
a)  Terebratulata  elongata,  v.  Schl.,  Geinitz,  Tal.  IV,
Fig.  27  a  bis  d  und  wohl  auch  30—36.  „Diagnose:  Die  glatte  Schale
erscheint  unter  dem  Mikroskope  durch  dichtstehende  Löeherchen
gekörnt;  gewöhnlich  3 / 4  Zoll  lang  und  fast  5 / 8  Zoll  breit;  gewöhnlich
vorn  am  breitesten  und  abgerundet,  nach  hinten  abnehmend;  etwas
zusammengedrückt,  hintere  Ränder  gerundet,  vordere  scharf.  Die
grosse  Schale  erscheint  vorn  zusammengedrückt,  hinten  leicht
gerundet,  sie  hat  eine  breite,  etwas  geflachte,  wenig  tiefe,  über  den
Rücken  herablaufende  Bucht;  der  Wirbel  ist  mässig  vorragend  und
eingebogen;  das  nicht  sehr  grosse  Loch  stutzt  den  Wirbel  ab  und
wird  unten  an  der  Spitze  vom  Deltidium  begrenzt  Die  kleine  Schale
hat  mitten  über  den  Bauch  herab  eine  stumpfe  Kante;  die  Seiten
fallen  dem  Rande  schnell  zu.“  King.
            
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