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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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Schau  roth.

19.  und  20.  Avicula.  Wegen  des  tiefen  winkeligen  Ausschnittes
für  den  Byssus,  wegen  der  etwas  dreiseitigen  Ligamentgrube  und
wegen  eines  einzigen,  fast  centralen  Muskeleindruckes,  welche  Merkmale ­
  mit  der  Charakteristik  von  Avicula  allerdings  nicht  übereinstimmen, ­
  unternahm  es  King,  die  Avicula  speluncaria  von  dem
Geschlechte  Avicula  zu  trennen;  er  hält  sie  für  eine  vielleicht  typische ­
  Form  einer  zwischen  den  Aviculaceen  und  Pectineen  stehenden
Familie  und  stellt  sie  ohne  hinreichende  Gründe  in  das  Genus  Monotis.
  Da  nun  King,  wie  er  selbst  sagt,  die  Charaktere  dieses  Geschlechtes ­
  nur  unvollkommen  kennt,  dasselbe  überdies  wieder  aufgegeben ­
  zu  sein  scheint,  so  ist  es  vorzuziehen,  wie  es  bereits  von
v.  Grüne  waldt  indem  oben  citirten  Aufsatze  geschehen  ist,  den  älteren ­
  Namen  Avicula  beizubehalten,  bis  genaue  Untersuchungen  die
wahre  Stellung  dieser  Muscheln  bestimmt  haben.
King  fügt  seiner  ausführlichen  Diagnose  von  Avicula  speluncaria ­
  hinzu,  dass  dieselbe  in  vielen  Hinsichten  variire,  dass  die
Rippen  nach  der  Regel  sich  rückwärts  bögen,  dass  an  einigen  Individuen ­
  aber  auch  eine  Biegung  vorwärts  zu  bemerken  sei.  An  vielen
Exemplaren  seien  die  Rippen  auch  verschieden  gebildet,  und  die  dritte
oder  vierte  Rippe  sei  oft  stärker  als  die  zwei  oder  drei  dazwischenliegenden, ­
  welcher  Umstand  auch  Geinitz  veranlasst  habe,  solche
Exemplare,  wie  er  sie  Taf  IV,  Fig.  20,  21  abbilde,  mit  Avicula  Kazanensis,
  de  Vern.  zu  identificiren,  welche  letztere  Art  sich  aber,
trotz  ihrer  Ähnlichkeit  mit  Av.  speluncaria,  durch  die  lange  gerade
Schlosslinie,  durch  vorn  verlängerte  Schlossgegend  und  deutlich  mehr
verschobene  Gestalt  hinreichend  unterscheide.
Ausser  dieser  Art  führt  King  noch  zwei  unsichere  Arten  als
Monotis  radialis,  Phi  11.,  und  M.  Garforthensis,  King.  an.
21.  Pecten  pusillus  kommt  bei  Pösneck  ziemlich  häufig  im
Dolomite  vor.
22.  Lingula  Credneri  kommt  nach  Geinitz  auch  im  unteren
Zechstein  der  Wetterau  bei  Büdingen  und  Haingründen  vor.
23.  Piscina  speluncaria,  als  neuerer  und  besser  charakterisier ­
  Genusname  mit  dem  älteren  und  weiter  bekannten  S  c  h  1  o  t  h  e  i  tuschen ­
  Speeiesnamen  verdient  den  Vorzug.  Geinitz  führt  diese  Art,
wie  die  vorige  auch  von  Haingründen  an.
24.  Phillips  charakterisirt  sein  neues  Geschlecht  Epithyris
als  eine  longitudinal-oblonge  Terebratel,  welche  mit  vorragenden
            
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