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Schau roth.
19. und 20. Avicula. Wegen des tiefen winkeligen Ausschnittes
für den Byssus, wegen der etwas dreiseitigen Ligamentgrube und
wegen eines einzigen, fast centralen Muskeleindruckes, welche Merkmale
mit der Charakteristik von Avicula allerdings nicht übereinstimmen,
unternahm es King, die Avicula speluncaria von dem
Geschlechte Avicula zu trennen; er hält sie für eine vielleicht typische
Form einer zwischen den Aviculaceen und Pectineen stehenden
Familie und stellt sie ohne hinreichende Gründe in das Genus Monotis.
Da nun King, wie er selbst sagt, die Charaktere dieses Geschlechtes
nur unvollkommen kennt, dasselbe überdies wieder aufgegeben
zu sein scheint, so ist es vorzuziehen, wie es bereits von
v. Grüne waldt indem oben citirten Aufsatze geschehen ist, den älteren
Namen Avicula beizubehalten, bis genaue Untersuchungen die
wahre Stellung dieser Muscheln bestimmt haben.
King fügt seiner ausführlichen Diagnose von Avicula speluncaria
hinzu, dass dieselbe in vielen Hinsichten variire, dass die
Rippen nach der Regel sich rückwärts bögen, dass an einigen Individuen
aber auch eine Biegung vorwärts zu bemerken sei. An vielen
Exemplaren seien die Rippen auch verschieden gebildet, und die dritte
oder vierte Rippe sei oft stärker als die zwei oder drei dazwischenliegenden,
welcher Umstand auch Geinitz veranlasst habe, solche
Exemplare, wie er sie Taf IV, Fig. 20, 21 abbilde, mit Avicula Kazanensis,
de Vern. zu identificiren, welche letztere Art sich aber,
trotz ihrer Ähnlichkeit mit Av. speluncaria, durch die lange gerade
Schlosslinie, durch vorn verlängerte Schlossgegend und deutlich mehr
verschobene Gestalt hinreichend unterscheide.
Ausser dieser Art führt King noch zwei unsichere Arten als
Monotis radialis, Phi 11., und M. Garforthensis, King. an.
21. Pecten pusillus kommt bei Pösneck ziemlich häufig im
Dolomite vor.
22. Lingula Credneri kommt nach Geinitz auch im unteren
Zechstein der Wetterau bei Büdingen und Haingründen vor.
23. Piscina speluncaria, als neuerer und besser charakterisier
Genusname mit dem älteren und weiter bekannten S c h 1 o t h e i tuschen
Speeiesnamen verdient den Vorzug. Geinitz führt diese Art,
wie die vorige auch von Haingründen an.
24. Phillips charakterisirt sein neues Geschlecht Epithyris
als eine longitudinal-oblonge Terebratel, welche mit vorragenden