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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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Schauro  th.

Muschel  ungleichschalig  sei,  ungekrümmte  Wirbel,  eine  horizontale
Scheidewand  in  der  Wirbelhöhlung  jeder  Klappe  und  eine  breite,  dem
Schlosse  entlang  laufende  Ligamentfurche  oder  Fulerum  besitze;  auffallend ­
  sei  jedoch  die  Lage  der  vorderen  Muskeleindrücke  mehr  rückwärts ­
  als  es  bei  Mytilus  der  Fall  sei.
b)  Mytilus  septifer,  King.  Diagnose:  Ungleichklappig,  aufgeblasen, ­
  mit  rhomhoidischem  Umrisse  durch  die  schiefe  Richtung
(hei  alten  Individuen)  der  Schlossliuie  nach  dem  vorderen  und  hinteren ­
  Rand;  s / 4  Zoll  lang,  i/ a  Zoll  breit;  mit  blättrigen  Wachsthumslamellen; ­
  die  Buckeln  an  der  Spitze  nicht  gebogen;  jede  der  Buckelhöhlungen ­
  mit  einer  schiefen  Platte,  als  Stützpunkt  für  den  vorderen
Schliessmuskel.
Als  weitere  Unterscheidungsmerkmale  werden  noch  angeführt,
dass  diese  Art  kürzer  und  breiter  als  die  vorige,  vorn  wie  eine  Modiolaerweitert
  und  mit  einer  bis  zum  vorderen  Schliessmuskeleindruck
reichenden  Kante  versehen  sei.  Die  Form  von  Mytilus  septifer  sei
nach  dem  Alter  verschieden,  bei  jungen  Individuen  schiefer  und
schmäler  als  bei  alten,  einUmstand,  der  ihn  (King)  früher  zur  Bildung ­
  der  falschen  Species  Ostrea  ?  Tuyloriana  seines  Katalogs  verleitet ­
  habe.
16)  Von  Gervillien  kennt  King  vier  Arten  aus  dem  englischen
Zechsteine  und  vereinigt  sie  unter  dem  neuen  Geschlechtsnamen
Bakevellia  ‘).  Er  sagt  schon  in  seinem  Kataloge:  „Ich  schlage  dieses
Genus  für  einige  ungleichschalige  Muscheln  vor,  welche  bisher  bei
Avicula  gestanden  haben;  das  Thier  hatte  zwei  Schliessmuskeln,
während  Avicula  ein  echter  Einmuskler  ist;  ferner  findet  man  eine
Mehrzahl  von  Ligamentgruben  (2-—S,  je  nach  den  Arten)  als  bei
Per  na  und  Gervillia;  auch  hat  das  Schloss  einen  vorderen  und  hinteren ­
  linearen  Zahn,  ähnlich  den  cuculläenartig  gezahnten  Archen.“
Dann  spricht  er  sich  noch  weiter  hierüber  aus:  „So  lange  die  generellen ­
  Merkmale  und  das  Vorkommen  einer  Menge  paläozoischer
Fossilien,  welche  zu  den  Geschlechtern  Ptcrinea,  Gldf.,  Actinodonta,
  Phil.,  Modiolopsis,  Hall,  Myalina,  Kon.  und  anderen
gerechnet  werden,  noch  nicht  erforscht  sind,  ist  es  unmöglich  mit

1 )  Nach  dem  Geologen  Bake  well.  Ich  ziehe  vor  BaTcewellia  zu  schreiben,
während  die  Engländer  das  W,  wie  z.  B.  auch  in  Newton  im  Lateinischen
durch  V  oder  U  ersetzen.
            
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