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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

Ein  Beitrag  zur  Fauna  des  deutschen  Zechsteingebirges.  161

und  mit  vielen  radialen  gedrängt  stehenden,  sich  gabelnden,  gekörnten ­
  Linien  beschreibt.  King  sagt,  dass  diejenigen,  welche  an
der  Verschiedenheit  dieser  und  der  folgenden  Art,  A.  tumida,  zweifelten, ­
  nur  die  grössere  Breite,  die  nähere  Stellung  der  Wirbel  und
den  weniger  gerundeten  Bauchrand  ins  Auge  fassen  möchten,  wenngleich ­
  auch  Exemplare  vorkämen,  welche  gegen  eine  specifische
Trennung  zu  streiten  schienen;  Exemplare  von  Humbleton-Hill  und
Tunstall-Hill  hätten  gewöhnlich  einfache,  etwas  stärkere  und  knotigere ­
  Rippen;  diese  Art  habe  endlich  nur  vordere  und  hintere,  dem
Schlossrande  fast  gleichlaufende  Zähne,  was  Sowerby  veranlasst
habe,  sie  zu  Cucullaea  zu  zählen.
b)  Area  tumida,  Sow.  Diagnose:  Quergestreckt,  höckerig,
gerippt  (?);  vordere  Seite  zugespitzt;  die  Bucht  am  Rande  tief  und
Wirbel  von  einander  entfernt.
Diese  Art  unterscheidet  sieh  von  der  vorigen  hauptsächlich  durch
die  aufgetriebenere,  kürzere  und  am  Bauchrande  mehr  gerundete
Form;  die  Rippen  sind  nur  selten  getheilt,  mehr  oder  weniger  körnig ­
  oder  knotig,  in  höherem  Grade  die  nach  hinten  gelegenen  vorzugsweise ­
  ;  die  Schlossgruben  an  den  Feldern  sind  sehr  klein,  unter
den  Wirbeln  einwinkelig;  der  Ausschnitt  für  den  Byssus  ist  ziemlich
gross.
Im  Zechsteindolomite  von  Pösneck  finden  sich  beide  Arten;  auch
die  folgende.
15.  Area  Kingiana,  de  Vern.  unterscheidet  sich  von  den
vorigen  Arten  durch  schmälere  Schlossfelder,  stumpfere  Wirbel,  weniger ­
  gedrückte  Abdachung  am  Rücken,  kleineren  Byssusausschnitt
und,  wie  es  scheint,  durch  geringere  Grösse  überhaupt.
16.  Mytilus  Hausmanni  hat  J.  C.  Sowerby  schon  im
Jahre  1829  in  den  Verhandlungen  der  geologischen  Gesellschaft  zu
London  als  Mytilus  squamosus  beschrieben,  es  gebührt  daher  diesem
Namen  der  Vorzug.
King  beschreibt  zwei  Arten  und  vermuthet  die  Anwesenheit
beider  in  Deutschland.  Sie  sind:
a)  Mytilus  squamosus,  Sow.  Diagnose:  eiförmig,  zugespitzt,
die  Lamellen  der  Schalen  sind  schuppenähnlich;  die  Länge  beträgt
über  y 2  Zoll.
Diese  von  Sow«rby  gegebene  und  von  Goldfuss  angenommer|
 e  Diagnose  vervollständigt  King  noch  mit  der  Angabe,  dass  die
s ‘tzb.  d.  mathem.-naturw.  CI.  XI.  Bd.  I.  Hft.  11
            
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