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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

Ein  Beitrag  zur  Fauna  des  deutschen  Zechsteingebirges.  159

Da  diese  Zeilen  vorzugsweise  auch  den  Zweck  haben,  in  Ermanglung ­
  des  King’schen  Werkes  die  Mittel  zu  geben,  die  englischen ­
  Arten  mit  unseren  deutschen  vergleichen  und  identificiren  zu
können,  so  theilen  wir  noch  im  Auszuge  mit,  was  King  über  die  einzelnen ­
  Schizodusarten  sagt.
a)  Schizodus  obscurus,  Sow.  Diagnose:  Verkehrt  eiförmig,
nach  hinten  keilförmig;  vorn  abgerundet;  Oberfläche  convex  mit
einem  abgestumpften  Kiele;  Wirbel  gross  (Sowerby).  King  fügt
hinzu,  dass  diese  bekannte  Art  durch  die  dickeren  Schalen,  auf
welche  schon  die  kräftigen  Muskeleindrücke  der  Steinkerne  hinwiesen, ­
  durch  das  etwas  zugespitzte  hintere  Ende,  durch  die  abgerundete
Vorderseite  und  die  rückwärts  gewundenen  Wirbel  charakterisirt  sei.
b)  Sch.  rotundatus,  Brown.  Diagnose:  Fast  kreisrund,  die
Buckeln  fast  in  der  Mitte,  spitz  und  abstehend;  Oberfläche  glatt;
Länge  3 / s  Zoll  und  mehr,  Breite  fast  */ g  Zoll.
Diese  seltene  Art  ist  nur  in  den  Perm’schen  Mergeln  von  Newtown
  bei  Manchester  vorgekommen  und  King  vermuthet,  in  Ermanglung ­
  eines  vollständigen  Exemplars,  aus  der  Lage  der  Zuwachs-Streifen,
  dass  die  hintere  Seite  dieser  Art  kürzer  und  abgerundeter
sein  müsse  als  bei  irgend  einer  anderen  Art,  mit  Ausnahme  von  Sch.
Rossicus,  welcher  diese  Art  sehr  nahe  stehe;  auch  sei  die  Schale
nicht  glatt,  sondern  dem  Rande  parallel  gerieft  und  die  Schalen  müssten ­
  etwas  dick  gewesen  sein.
c)  Sch.  Schlotheimi,  Gein.  Nach  Anführung  der  Gei  nitz’-schen
  Diagnose  fährt  King  fort,  dass  er  die  im  Jahrbuche  1841,
S-  638  und  Tafel  XI  b  von  Geinitz  gegebene  Beschreibung  und
Zeichnung  als  Typus  dieser  Art  annehme,  dass  demzufolge  aber
auch  Sch.  Schlotheimi  von  Sch.  obscurus,  Sow.  scharf  geschieden ­
  werden  müsse;  weiter  sagt  er:  Sch.  Schlotheimi  habe  vorragende ­
  Buckeln,  sei  am  vorderen  Rande  stark  und  regelmässig  abgerundet, ­
  am  hinteren  Ende  schief  abgestutzt,  am  Bauchrande  flach
convex  und  hinter  den  Buckeln  allmählich  ausgezogen.  Der  Umstand,
wie  Geini  tz  bemerke,  dass  jüngere  Exemplare  hinten  weniger  verlängert ­
  und  ungleichseitiger  erscheinen,  sei  ebenso  an  Exemplaren
von  Durliam  zu  bemerken,  doch  habe  er  nie  so  gerundete,  fast  gleichseitige ­
  Exemplare  wie  Schiz.  Rossicus  gesehen,  welche  Art,  wie
King  vermuthet,  Geinitz  für  junge  Individuen  von  Sch.  Schlotheinii
  angesehen  habe;  desshalb  ist  King  geneigt,  die  von  Gei-
            
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