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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

Ein  Beitrag  zur  Fauna  des  deutschen  Zechsteingebirges.

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3  Millim.  Breite  besitzt.  Die  Umgänge  sind  gewölbt  und  ein  jeder
von  ihnen  trägt  ohngefähr  12  dicke  gerundete  Längsrippen.  Geinitz. ­
  Von  Rückingen.  (Jahresbericht  der  Wetterauischen  Gesellschaft ­
  1880/51.)
Dem  Alter  nach  gebührt  dem  Gesclilechtsnainen  Turbonilla
der  Vorzug;  die  Stellung  dieser  Schnecken  ist  überhaupt  noch
unsicher;  Bronn  belässt  (Lethaea,  dritte  Auflage,  1.  Lieferung,  p.  75)
diesem  Geschlechte  die  indifferentesten  von  den  vielen  thurmförmigen,
einst  mit  Melania  verbunden  gewesenen  Meeres-Schnecken.  Es
dürfte  zweckmässig  sein,  die  permischen  Arten  unter  Loxonema
vereinigt  zu  lassen.
4.  Da  mir  diese  Art  zum  Vergleichen  mit  der  King’schen
Diagnose  fehlt,  so  theile  ich  die  Diagnose  mit:  Diese  Schale  ist  so
breit  als  hoch,  dicklich  und  mit  Zickzackbändern  in  der  Richtung
der  etwas  erhabenen  und  schief  zur  Axe  der  Schale  gestellten  Zuivachsstreifen
  versehen;  die  konische  Spira  ist  an  der  Spitze  etwas
abgeflacht  und  die  schnell  zunehmenden  Windungen  sind  aufgetrieben
und  deutlich  von  einander  getrennt.
5.  Die  abgerundete,  im  Umfange  nicht  kantige  Form  des  Gehäuses ­
  und  die  von  der  vorhergehenden  Windung  unabhängige  Mundöffnung
  rechtfertigt  die  Wiederannahme  des  schon  früher  von  Brown
und  vom  Grafen  Münster  gebrauchten  Geschlechtsnamens  Turbo.
6.  Unter  den  Synonymen  von  Rissoa  obtusa  führt  King  Trochus
  pusillus,  Gein.,  mit  einem  Fragezeichen  versehen,  an.  Diese
beiden  Arten  stehen  sich  fern,  wie  aus  der  folgenden  von  Brown  gegebenen ­
  Charakteristik  zu  entnehmen  ist.  Rissoa  obtusa  hat  nämlich ­
  eine  eiförmige,  glatte,  bauchige  Schale;  die  Spira  ist  fast  so
lang  als  die  letzte  Windung  und  besteht  aus  drei  niedergedrückten,
etwas  gethürmten,  durch  eine  tiefe  Naht  von  einander  getrennten
Windungen;  der  Mund  ist  fast  kreisrund  und  der  Innenrand  nicht
umgebogen,  aber  an  der  Spindelbasis  mit  einem  kleinen  Nabel  versehen; ­
  ihre  Länge  beträgt  von  y 4  Zoll  aufwärts,  die  Breite  ist  geringer.
Als  ein  Hauptkennzeichen  fügt  King  noch  einen  grossen  Sinus
an  der  oberen  Hälfte  des  Aussenrandes,  welchem  die  Zuwachsstreifen
folgen,  hinzu,  ein  Merkmal,  welches  nicht  nur  diese  Art,  wie  King
'  ermuthet,  dem  Geschlechte  Rissoa  entfremdet  und  dem  Genus  Ma~
wocheilus  nähert,  sondern  welches  auch  gegen  die  Identität  dieser
4rt  mit  Trochus  pusillus,  Gein.  spricht.
            
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