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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

Ein  Beitrag  /.ur  Fauna  des  deutschen  Zeclisteingebirges.  155

1.  King  führt  im  englischen  Zeclisteine  zwei  Arten  Spirorbis
an,  Spirorbis  helix,  King,  und  Sp.  Permianus,  King.  Als  Diagnose ­
  des  ersteren  gibt  er  an:  conische  Form;  zahlreiche,  glatte,  etwas
breite,  sich  deckende,  nur  einen  kleinen  Nabel  bildende  Windungen;
die  Öffnung  ist  halbmondförmig,  indem  die  innere  Lippe  durch  die
unterliegende  Windung  eingedrückt  erscheint.  Den  zweiten  Spirorbis
charakterisirt  King  als  eine  glatte  (?),  gedrückt  convexe,  weitgenabelte
  Wurmröhre.  King  wirft  die  Frage  auf,  ob  nicht  die  Geinitz’schen
  Figuren  1  und  2  auf  der  dritten  Tafel  verkehrt  gezeichnet
seien,  und  sagt,  da  die  Gein  itz'sclien  Figuren  nur  die  aufgewachsenen ­
  Seiten  zeigten  und  die  hauptsächlichen  Unterscheidungstennzeichen ­
  für  Spirorbis  Permianus,  der  deutliche  Nabel  und  die
gedrückte  Form  auf  die  freie  Seite  fielen,  könne  er  nicht  entscheiden,
ob  Serpula  planorbites  mit  einer  der  beiden  Arten  von  Spirorbis  zu
identificiren  sei.
Unsere  Serpula  planorbites,  von  welchen  Exemplare  aus  dem
unteren  Zeclisteine  von  Kabarz  bei  Gotha  und  Rongenhof  bei  Eisenach
vorliegen,  ist  planorbisartig  gewunden,  zeigt  auf  beiden  Seiten  sämmtliclie
  Windungen  und  gehört  zu  dem  durch  Lamarck  vom  Linne’-schen
  Geschlechte  Serpula  getrennten  Geschlechte  Spirorbis.  Die
Geinitz’sche  Zeichnung  auf  Taf.  III,  Fig.  1,  ist  verkehrt.
2.  Serpula  pusilla.  Der  Umstand,  dass  die  zerbrechlichen
Windungen  durch  einen  Zwischenraum  von  einander  getrennt
erscheinen  und  dass  die  Versteinerung  oft  in  einer  glatten,  länglichen
Höhle  liegt,  welche  nur  durch  Entfernung  der  Schale  des  Thieres
nach  erfolgter  Niederschlagung  der  Kalksteinmasse  enstanden  sein
konnte,  brachte  King  auf  die  Vermuthung,  die  Schale  möchte  nicht
festsitzend  gewesen  und  das  Fossil  selbst  nur  ein  Steinkern  sein.
3.  Die  fossilen  Arten  der  Geschlechter  Turbonilla,  Risso,
Chemnitzia,  d’Orb.,  Loxonema,  Phil,  und  einige  andere  sind  noch
sein 1  unsicher,  und  wir  dürfen  sie  für  synonym  halten.  King  rechnet
die  thurmförmigen,  vielgewundenen,  turritellenähnlichen  Schnecken
des  Zeehsteines  zu  Loxonema,  —  Genus  Loxonema,  King.  Diagnose:
Spiral-thurmförmig;  Windungen  convex,  ihre  oberen  Kanten  an  die
zunächst  darüber  liegenden  angedrückt;  ohne  Spiralbänder;  Mund
oblong,  oben  etwas  verschmälert,  unten  erweitert,  S-förmig  an  der
■echten  Lippe,  ohne  Nabel  (?);  Oberfläche  gewöhnlich  mit  Längsten ­
  oder  Leisten.  (Phillips.)  King  führt  dreiArten  an,  nämlich:
            
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