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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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Gatt.  Calliclilhys  und  die  Schwimmblase  bei  Duras  C.  Val.  145
das  Vorkommen  abgetheilter  Schwimmblasen  bei  Siluroidcn  in  weiterem ­
  Umfange  nachgewiesen  zu  haben,  als  es  meines  Wissens  bisher
bekannt  war,  wie  auch  jenes  von  Appendices  in  nicht  geringerer
Ausdehnung  und  Menge,  als  dies  bei  Sciaenoiden  der  Fall  ist 1 ).
Joh.  Müller’s  Beobachtung  an  CaUophysus,  die  bis  jetzt  in  der
Familie  der  Siluroidcn  ziemlich  vereinzelt  dastand,  erscheint  zwar
nunmehr  eben  so  wenig  fernerhin  als  solitäres  Vorkommen,  wie  dies
der  bei  Cetopsis  zuerst  beobachtete  Porus  lateralis  oder  pectoralis
ist,  aber  es  dürfte  ohne  Zweifel  ein  Gewinn  für  die  Wissenschaft
sein,  wenn  es  ihr  gelingt,  auch  mit  scheinbaren  Ausnahmsfällen  allmählich ­
  in  die  Bahn  der  Regelmässigkeit  einlenken  zu  können  und
sie  als  Äusserungen  eines  weiter  greifenden,  wenn  auch  noch  nicht
durchforschten  Bildungsplanes  immer  mehr  zu  erkennen.  —  Schliesslich ­
  glaube  ich  nur  noch  erwähnen  zu  müssen,  dass  die  Formen-Verschiedenheiten ­
  der  Schwimmblase  bei  Doraden  wohl  zur  Unterscheidung ­
  der  Species,  nicht  aber  der  Genera  sich  brauchbar  erweisen,
(denn  die  Doraden  sind  nicht  füglich  in  1  Genus  vereinigt  zu  belassen); ­
  und  somit  werden  Joh.  Müller's  Ansichten  über  den  systematischen ­
  Werth  der  Schwimmblase  (s.  dessen  Ganoidcn)  bezüglich
dieser  Fische  in  schöner  Weise  bestätigt,  zugleich  aber  auch  der
allgemeine  Satz:  Keine  Eigenschaft  hat  für  sich  allein  einen  a  priori
bestimmten  systematischen  Werth.
Erklärung  der  Abbildungen.
In  natürlicher  Grösse,  von  der  vorderen  oder  Bauchseite  dargestellt,  mit
abgeschnittenem  Ausführungsgange.
A.  Einfache  Schwimmblase.
a)  Ohne  Appendices.
Fig.  1.  Von  Boras  polygramma,  n.  sp.  Bei  a  tritt  in  dieser  und  allen  folgenden ­
  Figuren  der  Ausfiihrungsgang  hervor;  bei  b  legen  sich  ebenfalls
überall  an  der  hinteren  (Dorsal-)  Seite  die  Platten  des  Druckfeder-Apparates
  an.
*)  Am  meisten  ähnelt  die  Schwimmblase  mancher  Doras-Arten  jener  bei
Otolithus,  indem  namentlich  die  gleichfalls  verästelten  Appendices  daselbst
in  eine  gelbliche,  fettkörper-ähnliclie  Substanz  eingesenkt  und  von  ihr
umhüllt  sind,  wie  dies  bei  mehreren  Doras,  insbesondere  den  Formen
Fig.  2  und  3  nicht  minder  der  Fall  ist.  Auch  bei  Platystoma  fasciatum
soll  die  Schwimmblase  beiderseits  mit  einem  zeiligen  Saume  versehen
sein  (s.  v.  Siebold  und  Stannius  vergl.  Ant.)  Zu  diesen  offenbar  nahe
verwandten  Formen  hoffe  ich  im  weiteren  Verlaufe  meiner  Studien  über
Siluroidcn  noch  manche  ergänzende  Beiträge  liefern  zu  können.
Sitzb.  d.  mathem.-naturw.  CI.  XI.  Bd.  I.  Hft.  10

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