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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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K  n  e  i\  Über  einige  Sexual-Unterschiede  bei  der

Der  erste  constante  Unterschied  fällt  an  der  Analgrube  auf.
Beide  Geschlechter  haben  hinter  der  Aftermündung  eine  Papille,  die
aber  bei  Weibchen  kurz  und  öfters  kaum  merklich  YOrtritt,  während
sie  bei  Männchen  eine  Länge  von  2—3"'  erreicht  und  je  nach  den
Arten  eine  verschiedene  Form  zeigt.  Fernere  Unterschiede  bietet
der  Knochenstrahl  der  Brustflosse  dar.  Er  zeichnet  sieh
hei  Männchen  stets  durch  grössere  Länge  und  Stärke  aus,  reicht
immer  mindestens  über  die  folgenden  getheilten  Strahlen  und  oft  bis
zur  halben  Länge  der  Bauchflossen  zurück;  bei  Weibchen  ist  er
schwächer  und  sogar  meist  kürzer  als  die  angrenzenden  getheilten
Strahlen,  niemals  reicht  er  bis  zum  Beginne  der  Bauchflossen  zurück.
Befremdender  aber  ist  der  Umstand,  dass  der  innere  Band  dieses ­
  Stachelstrahles  einen  Geschlechtsunterschied  darbietet;  er
ist  nämlich  bei  allen  Männchen  glatt  und  die  Flossenhaut  heftet  sich
in  die  Längsfurche  desselben  an;  bei  Weibchen  dagegen  ist  er  daselbst ­
  mehr  oder  weniger  fein  gezähnelt.  Yalen  ci  e  nn  es  bemerkte
diese  Zähnelung,  glaubte  aber  hierin  ein  Unterscheidungsmerkmal  für
seinen  Call,  laevigatus  und  die  hierauf  folgenden  Arten  von  den
vorhergehenden  gefunden  zu  haben,  was  auch  selbst  dann  zu  entschuldigen ­
  wäre,  wenn  er  überhaupt  Männchen  und  Weibchen  berücksichtigt ­
  hätte,  da  sich  hier  wohl  kaum  im  Voraus  ein  Geschlechtsunterschied ­
  vermuthen  liess.  Ein  viertes  Geschlechtsmerkmal  geben  für
jene  Arten,  die  nicht  nackt  an  derBauchfläche  sind,  die  dann  vorhandenen ­
  Knochen  platten  ab.  Sie  sind  bei  Männchen  stets  viel  grösser
und  stossen  mit  ihren  innern  Rändern  fast  ihrer  halben  Länge  nach
an  einander;  bei  Weibchen  bleiben  sie  dagegen  nicht  bloss  kürzer
und  schmäler,  sondern  berühren  sich  nicht  einmal  vorne,  so  dass  sie
die  Mitte  der  Brust  und  den  grössten  Theil  des  Bauches  frei  lassen;
ohne  Zweifel,  um  die  Ausdehnung  desselben  durch  die  reifen  Eier
möglich  zu  machen.  Als  Beleg  für  die  Verlässlichkeit  der  erwähnten
Merkmale  glaube  ich  anführen  zu  dürfen,  dass  ich  hiernach  einige
Exemplare  auf  ihr  Geschlecht  bestimmte,  denen  die  Eingeweide  fehlten. ­
  Sie  trugen  aber  noch  die  ursprünglichen,  von  Natterer  ihnen
angehängten  Acquisitions-Numern  und  ich  fand  sodann  in  seinen
Notizen  die  Angabe  des  Geschlechtes  derselben  als  richtig  bestätigt.
Anderweitige  Geschlechtsunterschiede  konnte  ich  nicht  wahrnehmen,
namentlich  nicht  an  den  Barteln,  deren  Länge  sich  überhaupt  variabel
zeigt,  was  ich  desshalb  bemerke,  da  Valenciennes  hierauf  ein
            
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