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K n e i\ Über einige Sexual-Unterschiede bei der
Der erste constante Unterschied fällt an der Analgrube auf.
Beide Geschlechter haben hinter der Aftermündung eine Papille, die
aber bei Weibchen kurz und öfters kaum merklich YOrtritt, während
sie bei Männchen eine Länge von 2—3"' erreicht und je nach den
Arten eine verschiedene Form zeigt. Fernere Unterschiede bietet
der Knochenstrahl der Brustflosse dar. Er zeichnet sieh
hei Männchen stets durch grössere Länge und Stärke aus, reicht
immer mindestens über die folgenden getheilten Strahlen und oft bis
zur halben Länge der Bauchflossen zurück; bei Weibchen ist er
schwächer und sogar meist kürzer als die angrenzenden getheilten
Strahlen, niemals reicht er bis zum Beginne der Bauchflossen zurück.
Befremdender aber ist der Umstand, dass der innere Band dieses
Stachelstrahles einen Geschlechtsunterschied darbietet; er
ist nämlich bei allen Männchen glatt und die Flossenhaut heftet sich
in die Längsfurche desselben an; bei Weibchen dagegen ist er daselbst
mehr oder weniger fein gezähnelt. Yalen ci e nn es bemerkte
diese Zähnelung, glaubte aber hierin ein Unterscheidungsmerkmal für
seinen Call, laevigatus und die hierauf folgenden Arten von den
vorhergehenden gefunden zu haben, was auch selbst dann zu entschuldigen
wäre, wenn er überhaupt Männchen und Weibchen berücksichtigt
hätte, da sich hier wohl kaum im Voraus ein Geschlechtsunterschied
vermuthen liess. Ein viertes Geschlechtsmerkmal geben für
jene Arten, die nicht nackt an derBauchfläche sind, die dann vorhandenen
Knochen platten ab. Sie sind bei Männchen stets viel grösser
und stossen mit ihren innern Rändern fast ihrer halben Länge nach
an einander; bei Weibchen bleiben sie dagegen nicht bloss kürzer
und schmäler, sondern berühren sich nicht einmal vorne, so dass sie
die Mitte der Brust und den grössten Theil des Bauches frei lassen;
ohne Zweifel, um die Ausdehnung desselben durch die reifen Eier
möglich zu machen. Als Beleg für die Verlässlichkeit der erwähnten
Merkmale glaube ich anführen zu dürfen, dass ich hiernach einige
Exemplare auf ihr Geschlecht bestimmte, denen die Eingeweide fehlten.
Sie trugen aber noch die ursprünglichen, von Natterer ihnen
angehängten Acquisitions-Numern und ich fand sodann in seinen
Notizen die Angabe des Geschlechtes derselben als richtig bestätigt.
Anderweitige Geschlechtsunterschiede konnte ich nicht wahrnehmen,
namentlich nicht an den Barteln, deren Länge sich überhaupt variabel
zeigt, was ich desshalb bemerke, da Valenciennes hierauf ein