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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

Achille  de  Zigno  hier  angelangte  Sammlung  fossiler  Fische.  137
acht  ersten  Caudalwirbel.  Bei  Seriola  lata  übertrifft  die  grösste
Körperhöhe  die  Kopflänge  bedeutend  und  gleicht  neun  derselben
Wirbellängen.  Übrigens  bestellt  die  Rückenflosse  nebst  ihren  8  Stachelstrahlen ­
  aus  noch  31  getheilten  Strahlen  und  die  Afterflosse  enthält ­
  2  Stachelstrahlen,  welchen  20  getlieilte  folgen.  Der  liegende
Dorn  vor  der  ersten  Rückenflosse,  welchen  Agassiz  bei  seinen
Exemplaren  vermisste,  ist  bei  unseren  trefflich  erhaltenen  Exemplaren
beider  Arten  vorhanden,  ebenso  auch  die  zwei  kurzen  Strahlen  vor
der  Afterflosse.  Die  Abbildung  des  Scomber  Cordyla  in  den  Ittiol.
ver.  Taf.  28,  von  Agassiz  zu  Licliia  prisca  citirt,  dürfte  vielleicht ­
  auf  meine  Seriola  lata  zu  beziehen  sein.
Ein  Exemplar  (Doppelplatte),  13  Zoll  lang.  —Monte  Bolca.
14.  Serranus  rugosus.  Heck,
Wenn  man  die  in  den  Recherches  sur  les  poissons  fossiles,
T.  IV,  auf  Taf.  23,  b,  gegebenen  Abbildungen  zweier  Exemplare  des
Serranus  ventralis  Agass.  näher  mit  einander  vergleicht,  so  wird
man  bald  zu  der  Vermuthung  kommen,  dass  diese  beiden  Exemplare,
in  der  Voraussetzung,  dass  ihre  Darstellung  eine  wirklich  naturgetreue ­
  sei,  auch  zwei  ganz  verschiedenen  Arten  angehören  dürften.  Die
obere  kleinere  Figur  weicht  von  der  unteren  grösseren  wesentlich
darin  ab,  dass  ihr  Körper  weniger  gestreckt  ist,  die  Schuppen  viel
kleiner  und  die  Sehwanzflossenlappen  kürzer  sind.  Unter  den
Serranus-Arten  von  de  Zigno’s  Sammlung  befinden  sich  nun  ebenfalls ­
  solche  Individuen,  wovon  die  einen  mit  der  unteren,  die  anderen
mit  der  oberen  Figur  der  angeführten  Tafel  23,  b  übereinstimmen,
und  sie  gewähren  mir  die  volle  Überzeugung,  dass  jene  Unterschiede
keineswegs  in  einer  vielleicht  fehlerhaften  Auffassung  des  Künstlers
lagen,  sondern  wirklich  auf  der  Natur  selbst  beruhen.  Sogar  der  Fangzahn, ­
  welcher  vorne  auf  dem  Unterkiefer  der  unteren  Figur  vorhanden ­
  ist  und  an  dem  Exemplare,  welches  zu  der  oberen  Figur  vorlag,
nur  zufällig  fehlen  konnte,  fehlt  auch  an  unseren  dahin  gehörigen
Individuen,  während  die  anderen  ihn  besitzen.  Als  weitere  Unterschiede ­
  stellen  sich  bei  unseren  Exemplaren,  erstens  die  Zähnelung
des  hinteren  Vordeckelrandes  heraus,  die  an  jenem,  welche  der  1.  c.
unteren  Figur  entsprechen,  weit  gröber  ist  als  an  den  mit  der  oberen ­
  Figur  übereinstimmenden.  Zweitens  die  welligen  Falten  auf
der  ganzen  Fläche  der  vordersten  Jochbeinplatte,  diese  sind  aus-
            
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