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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

J  34

He  ekel.  Bericht  über  die  vom  Herrn  Cavaliere

hier  zwar  abgebrochen,  aber  doch  stückweise  noch  erkenntlich.  Von
der  Afterflosse  sind  bloss  die  ersten  Träger  nebst  einigen  Strahlenrudimenten ­
  erhalten,  sie  scheint  jedenfalls  viel  kürzer  gewesen  zu
sein  als  an  Megalops  arabicus.  Auffallend  lang  und  tief  ausgeschnitten ­
  ist  die  starke  Schwanzflosse,  deren  Lappen  die  grösste  Körperhöhe, ­
  welche  der  Kopflänge  nur  wenig  nachsteht,  mehr  als  um  die
Hälfte  übertreffen.  Die  Bauchflossen  sind  gleichfalls  viel  stärker  entwickelt ­
  als  bei'der  lebenden  Species,  und  länger  als  die  Rückenflossenbasis, ­
  bestehen  aber,  wie  bei  M.  arabicus  aus  11  Strahlen.
Weniger  bedeutend  sind  die  weit  unten  ansitzenden  Brustflossen.
Die  Schuppen  sind  ziemlich  gross  und  abgerundet,  ihre  Textur  ist
äusserst  zart  und  nur  unter  einer  starken  Vergrösserung  wahrnehmbar. ­
  Sie  enthält,  wie  schon  gesagt,  sehr  feine  concentrische  Kreise,
die  sich  aber  rückwärts  auf  der  freien  Fläche  gleichsam  zu  einem
dichten  Netze  aus  zarten  Wellenlinien  verwirren;  die  Schuppen  von
Megalops  arabicus  stimmen  ganz  damit  überein.
Ein  Exemplar.  14  Zoll  lang.—Monte  Postale.
12.  Vomeropsis  clongatus.  Heck.
Die  Überreste  eines  Scomberoiden  aus  dem  Monte  Bolca  wurden,
nachdem  sie  früher  bald  der  Gattung  Zeus,  bald  der  Gattung  Cliaetodon
  zugeschrieben  waren,  endlich  von  Agassiz  der  Gattung
Vomer  einverleibt  und  sie  lassen  sich  auch  sicherlich  in  keine  der
bereits  bestehenden  Gattungen,  mit  grösserem  Rechte,  als  gerade  in
diese  letztere  einreihen.  Die  Ähnlichkeit  des  Vomer  longispinus
Agass.  mit  Vomer  Bvoionii  Cuv.  ist  in  der  That  sehr  gross,  beide
waren  auch  bisher  die  einzigen  Gattungsrepräsentanten  jener  aus
einer  vorangehenden,  dieser  in  der  gegenwärtigen  Zeitperiode  unseres
Planeten.  Das  Auftauchen  einer  zweiten  noch  unbekannt  gebliebenen
fossilen  Art,  welche  mit  der  von  Agassiz  beschriebenen  und  abgebildeten ­
  in  gewissen  Hauptformen  vollkommen  übereinstimmt,  belehret ­
  uns  aber,  dass  eben  diese  gewissen  Hauptformen  einen  ganz
eigenen  Typus  darstellen,  der  die  vorweltlichen  Vomer-kvicxi  sogar
generisch  von  dem  recenten  scheiden  dürfte,  sobald  man  nur
zunächst  verwandte  Thiergestalten  (Species)  in  dem  engeren  Kreise
welchen  wir  Gattung  nennen,  aufnehmen  will.  Jene  gewissen  Haupttormen, ­
  die  ich  als  generische  Unterschiede  hier  geltend  zu  machen
versuche,  bestehen  vorzüglich  darin:  Vomer  Brownii  hat  einen
            
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