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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

Achille  de  Zigno  hier  angelangte  Sammlung  fossiler  Fische.  133

flössen  in  der  Mitte  des  Rumpfes  senkrecht  über  einander  gestellt,
und  ebenso  verhält  es  sich  auch  hier,  wo  die  ursprüngliche  Stellung
dieser  beiden  letztgenannten  Flossen  vollkommen  unverrückt  geblieben ­
  ist.
Nachdem  wir  nun  auf  ungewöhnlichem,  allein  bei  fossilen  Fischen ­
  zuweilen  sehr  praktischem  Wege  zur  Kenntniss  der  Gattung
gelangt  sind,  welcher  die  fraglichen  Reste  angehören  müssen,  wollen
wir  versuchen,  in  wie  ferne  sich  auch  jene  Charaktere  nachweisen
lassen,  welche,  ausser  den  vorigen,  die  jetzt  lebenden  Arten  besitzen. ­
  An  dem  Kopfe,  der  ziemlich  gross  war,  lässt  sich  leider,
wie  gesagt,  nichts  Eigentlnimliches  mit  Bestimmtheit  erkennen,  nur
der  grosse,  flache  Kiemendeckel  trägt  noch  die  zahlreichen  feinen
Längefurchen,  welche  auch  an  Megalops  indicus  im  trockenen  Zustande ­
  hervortreten.  Die  Wirbelsäule  besteht  aus  20  abdominalen
und  IS  caudalen  starken  Wirbeln,  deren  Körper  jederseits  mit  5—6
erhabenen  Leisten  und  eben  so  vielen  tiefen  Furchen  versehen  ist.
Die  Gelenkfortsätze  gleichen  kurzen  Dornen,  die  vor-  und  rückwärts
gekrümmt,  im  Anfänge  und  am  Ende  jedes  Wirbels  stehen.  Die  Dornfortsätze ­
  selbst  sind  im  Verhältnisse  zu  den  Wirbelkörpern  schwach,
fein  gespitzt  und  mit  Ausnahme  der  hintersten,  nur  wenig  nach  rückwärts ­
  geneigt.  Die  längsten  unter  der  Rückenflosse  erreichen  vier
Wirbellängen.  Die  ersten  8  oder  9  Paare  schlanker  Rippen  sitzen  an
den  Wirbelkörpern  fest  und  erreichen  sieben  Wirbellängen,  die  nachfolgenden ­
  werden  von  allmählich  sich  verlängernden  unteren  Wirbelbögen ­
  getragen,  so  dass  das  letzte  Paar  viel  kürzer  ist,  als  die  bis
zwei  Wirbellängen  erreichenden  Wirbelbögen,  an  deren  Enden  es
festsitzt.  Die  neun  Wirbellängen  hohe  und  sechs  Wirbellängen  lange,
schief  geschnittene  Rückenflosse  enthält  13—14  getheilte  Strahlen,
welchen  6  ungetheilte  Strahlen,  deren  letzter  und  höchster  stufenförmig ­
  gegliedert  ist,  dicht  an  einander  gefügt  voranstehen.  Der  letzte
getheilte  Strahl,  dessen  hintere  Hälfte  an  lebenden  Megalops-Arten
durch  seine  merkwürdige  Verlängerung  charakteristisch  ist*),  ist

*)  Meletta  Thrissa  Valenc.  und  die  Chatoessus  -  Arten  ,  welche  dieselbe
Strahlenverlängerung  besitzen,  haben  ebenfalls  die  erwähnte  scharf-stufenförmige ­
  Gliederung  der  längsten  ungetheilten  Flossenstrahlen,  aber  das
Vorhandensein  der  Kielrippen  unterscheidet  sie  allein  schon  von  unserem
vorliegenden  Clupeiden,  welcher  deren  niemals  gehabt  haben  konnte.
            
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