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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

Aehille  de  Zigno  hier  angelangte  Sammlung  fossiler  Fische.  131

an  einander  gedrängt  und  haben  die  Gestalt  eines  kurzen  Pilzes,  dessen ­
  flachgewölbter  Hut  (die  glatte  Kaufläche  darstellend)  kaum  über
den  dicken  hohlen  Stamm  hervorragt.  Etwas  grössere,  eine  Linie  im
Durchmesser  starke  Zähne  (die  obigen  messen  höchstens  3 / 4  Linie)
fanden  sich  weiter  abgesondert  und  waren  von  dem  linken  Gaumenbeine, ­
  dem  sie  angehört  haben,  bedeckt;  selbst  über  dem  linken
Fragmente  des  Unterkiefers,  an  einer  Stelle,  wo  die  Zunge  gelegen
haben  musste,  sind  einige  dieser  rundlichen,  hier  glänzendschwarzen
Zähnclien  wie  an  den  lebenden  Albula-Arten,  sichtbar.
Die  mir  vorliegenden  fossilen  Überreste  dieser  merkwürdigen,
durch  ihren  Zahnhau  so  ausgezeichneten,  heute  die  tropischen  Meere
bewohnenden  Gattung,  gehören  drei  verschiedenen  Arten  an.  Die
gegenwärtige,  welcher  ich  mir  erlaube  den  Namen  des  Herrn
Cavaliere  de  Zigno  beizulegen,  hat  einen  auffallend  spitzen  Kopf
und  kurzen  Unterkiefer.  Der  Körper  ist  ziemlich  gestreckt  und  muss
auch  nach  dessen  Verschiebung,  die  er  bei  dem  Druck  erlitt,  so  wie
der  Hinterkopf,  ziemlich  dick  gewesen  sein.  Die  grösste  Körperhöhe
ist  4 l / 4 mal  in  der  ganzen  Länge  (ohne  Schwanzflosse)  enthalten,
während  die  Länge  des  Kopfes,  so  wie  auch  jene  der  Schwanzflosse
beinahe  ein  Dritttheil  dieser  ganzen  Länge  ausmacht.  Die  kurze,
schiefgestutzte  Rückenflosse  sitzt  um  s / 4  der  Kopflänge  hinter  dem
äussersten  Kiemendeckelrande;  die  Bauchflossen  sitzen  senkrecht
unter  dem  Ende  der  Rückenflossenbasis  und  die  Afterflosse  beginnt  in
der  Mitte  zwischen  den  Bauchflossen  und  der  Schwanzflossenbasis.
Es  lassen  sich  beiläufig  11  horizontale  Reihen  starker  Schuppen
zählen.
Zwei  Exemplare  mit  18  und  24  Zoll  Länge  (ersteres  Doppelplatte). ­
  —  C  h  i  a  v  o  n.
9.  Albula  lata.  Heck.
Kopflänge  und  Körperhöhe  sind  einander  gleich,  jede  ist  3 3 / 4 mal
in  der  ganzen  Körperlänge  (ohne  Schwanzflosse)  enthalten.  Der  Kopf
ist  mehr  stumpf,  die  Rückenflosse  sitzt  um  eine  ganze  Kopflänge  hinter ­
  dem  äussersten  Kiemendeckelrande  und  die  Afterflosse  beginnt  der
Schwanzflosse  weit  näher  als  den  senkrecht  unter  dem  Ende  der
Kückenflossenbasis  stehenden  Bauchflossen.  Die  Lappen  der  tief
gespaltenen  Schwanzflosse  gleichen  einem  Dritttheile  der  obigen
Körperlänge.  14  Strahlen,  deren  vordere  2 / 3  der  Körperhöhe  errei-9*

            
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