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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

Achille  de  Zigno  hier  angelangte  Sammlung  fossiler  Fische.  129

6.  Engraulis  brevipinnig.  Heck.
In  der  allgemeinen  Gestalt  der  vorigen  ähnlich,  nur  erreicht  die
sehr  kurze  Basis  der  Afterflosse  kaum  ein  Dritttheil  der  Körperhöhe
oder  der  hier  mit  letzterer  gleichen  Kopflänge.  Schuppen  sind  nicht
erhalten.
Zwei  Exemplare  (in  Doppelplatten),  5  Zoll  lang.  —  Chiavon.
7.  WIeletta  graeillima.  Heck.
Die  Merkmale,  nach  welchen  die  Gattung  Meletta  Valenc.  im
fossilen  Zustande  noch  erkenntlich  ist,  lrahe  ich  bereits  früher  in  meinen ­
  Beiträgen  zu  den  fossilen  Fischen  Österreichs  angegeben.  Hier
liegt  uns  nun  ein,  seinen  Hauptformen  nach,  mit  Meletta  sardinites
Heck,  sehr  nahe  übereinstimmender  Clupeide  vor,  dessen  einzeln
abgetrennte  Schuppen  sich  in  Gestalt  und  Textur  von  jenen  charakteristischen ­
  der  Meletta-krien  durchaus  nicht  unterscheiden  lassen.
Die  wesentlichsten  Abweichungen  dieses,  in  einer  Mehrzahl  wohl
erhaltener  Exemplare,  vor  Augen  habenden  Fisches  von  seinem  Radoboyer
  Gattungsverwandten,  beruhen  auf  folgenden  Verhältnissen:
Der  Kopf  ist  etwas  kürzer,  aber  spitzer,  und  der  Unterkiefer,  bei
geschlossenem  Munde  nicht  so  lang  als  der  obere.  Die  schxvache  Wirbelsäule ­
  enthält  nur  36  Wirbelkörper,  deren  20  dem  abdominalen
und  16  dem  caudalen  Theile  angehören.  Die  Rückenflosse  entspringt
über  dem  zehnten  Abdominalwirbel  und  ihre,  13  Strahlen  enthaltende ­
  Basis  erstreckt  sich  auf  eine  halbe  Kopflänge.  Die  Afterflosse, ­
  aus  18  Strahlen  bestehend,  ist  etwas  länger.  Brust-  und
hauchflossen  sind  stärker  entwickelt,  die  Schwanzflossenlappen  länger. ­
  Zwanzig  Kielrippen,  die  im  Verhältnisse  zu  den  eigentlichen
Hippen  auffallend  stark  sind,  bilden  mit  ihren  scharfen,  in  eine
Spitze  auslaufenden  Schildern,  den  schneidig-gesägten  Bauchkiel.
11  Exemplare  von  1  bis  3  Zoll  Länge,  nebst  mehreren  Rudimenten ­
  auf  einer  Platte.  —  Chiavon.
8.  Albula  de  Zignii.  Heck.
Es  dürfte  vielleicht  etwas  gewagt  erscheinen,  diese  unbekannten, ­
  einem  neu  entdeckten  Fundorte  entnommenen  Reste  obiger,  bisher ­
  nur  lebende  Arten  umfassenden  Gattung  anreihen  zu  wollen,  da
die  Kennzeichen,  welche  man  für  dieselbe  als  charakterisirend  ange-Sitih.
  d.  mathem.-naturw.  CI.  XI.  Bd.  I.  Hft.

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