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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

Achille  de  Zigno  hier  angelangte  Sammlung  fossiler  Fische.  127
hier  vorherrschend  ausgebildet.  Die  erste  Rückenflosse,  aus  fünf  langen ­
  Strahlen  bestehend,  sitzt  in  der  Mitte  des  Körpers,  hinter  dem
21.  Ringe.  Die  zweite,  aus  17  Strahlen,  ist  niederer,  steht  zwischen
der  ersten  und  dem  Schwanz-Ende  (ohne  Schwanzflosse)  in  der  Mitte
auf  den  drei  letzten  Ringen  des  Rumpfes,  so  dass  zwölf  Körperringe
zwischen  beiden  liegen.  Die  Afterflosse  entspricht  der  zweiten  Rückenflosse ­
  in  Stellung,  Anzahl  und  Kürze  der  Strahlen,  welche  nicht  über
eine  Körperhöhe  erreichen,  während  die  Strahlen  der  ersten  Rückenflosse ­
  der  doppelten  Länge  gleichen.  Die  Brustflossen  scheinen  vielstrahlig,
  aber  nur  kurz  gewesen  zu  sein,  sie  sind  nicht  ganz  erhalten.
Die  Bauchflossen  sitzen  um  fünf  Körperringe  vor  der  ersten  Rückenflosse, ­
  nämlich  unter  dem  16.,  sie  bestehen  jede  aus  drei,  bis  an  die
Basis  gespaltenen  Strahlen,  deren  Länge  jene  in  der  ersten  Rückenflosse ­
  nur  wenig  üherlrifft.  Ob  ihre  Ränder  so  wie  an  dem  lebenden
Solenostomus  parudoxus  zu  einem  Sacke  vereiniget  waren,  lässt
sich  durchaus  nicht  nachweisen,  dürfte  aber  dem  Anscheine  nach
nicht  stattgefunden  haben,  da  sie  zum  Aufbewahren  der  Eier  zu  kurz
zu  sein  scheinen.  Der  Schwanz  enthält  12  einfache  Strahlen,  die  gegen ­
  die  Mitte  zu  so  auffallend  verlängert  sind,  dass  die  fünf  längsten
derselben  drei  Viertheile  der  Körperlänge  (ohne  Kopf)  erreichen.
Länge  des  ganzen  Thieres  3’/ a  Zoll.  —  Monte  Postale.
4.  Enneodon  Echinus.  Heck.
Aus  der  Familie  der  Gymnodonten  waren  bisher  nur  drei  verschiedene ­
  Arten,  sämmtlich  der,  jetzt  viele  lebende  Species  enthaltenden ­
  Gattung  Diodon  angehörig,  aus  der  Vorwelt  bekannt.  Eine
derselben,  Diodon  tenuispinis  Agass.,  kömmt  ausschliesslich  im
Monte  Bolca  vor.  Ausser  dieser  Gattung  Diodon  besitzt  die  lebende
Welt,  bezüglich  auf  die  Theilung  der  Zahnplatten,  noch  zwei  andere
Gattungen,  Triodon  und  Tetrodon.  Von  allen  drei  Gattungen  weichet ­
  der  Zahnbau  unseres  vorliegenden  Gymnodonten  in  ganz  eigenthümlicher
  überraschender  Weise  ab,  und  man  darf  wohl  annehmen,
dass  hier  noch  Zwischenformen  fehlen  müssen,  deren  künftige  Entdeckung ­
  diese  allzugrosse  Lücke  in  der  Zähnezahl  ergänzen  werden.
Den  Unterkiefer  überziehen,  wie  bei  Triodon  und  Tetrodon,
zwei  an  der  Symphyse  der  Kieferäste  zusammenstossende  Zahnplatten, ­
  der  Oberkiefer  aber  ist  mit  sieben  kleinen  Zahnplatten  besetzt,
die  gleich  einer  Reihe  flacher  Schneidezähne  dicht  an  einander
            
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