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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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Heckei.  Bericht  über  die  vom  Herrn  Cavaliere

Arten,  die  ebenfalls  aus  Monte  Bolca  lierrührten.  Nebst  dem  hier
vorliegenden  ist  mir  noch  ein  vierter,  ein  eigentlicher  Syngnathus,
aus  unserem  Leithagebirge  bekannt,  den  ich  seiner  Zeit  beschreiben
werde.  Unter  den  jetzt  lebenden  zahlreichen  Arten  dieser  ganz
eigentbümlichen  Thiere,  zeichnet  sich  vorzüglich  eine  aus,  welche
zwei  Rückenflossen  anstatt  einer  besitzt,  und  bei  welcher  der  sonst
flossenlose  Bauch  ein  Paar  lange  B  auchflossen  trägt,  deren  Rand
gleichsam  sackähnlich  verbunden  ist,  ich  meine  die  Fistularia
paradoxa  des  Pallas  oder  den  Solenostomus  desSeba,  und  gerade ­
  diese  ist  es  nur,  mit  welcher  die  hier  vorliegende,  zum  ersten
Male  aufgetauchte  fossile  Species,  als  zunächst  stehend  sich  vergleichen ­
  lässt.  Es  thut  mir  leid,  den  merkwürdigen  Bewohner  der
Küste  von  Amboina  (er  scheint  in  allen  europäischen  Museen  zu  fehlen) ­
  nicht  von  Angesicht  zu  kennen,  allein  so  weit  die  davon  vorhandenen ­
  Originalabbildungen  und  Beschreibungen  reichen,  ist  die
Gestalt  des  lebenden  Thieres  von  jener  des  vorweltlichen  nicht  minder ­
  verschieden  als  die  eines  Hippocampus  von  einem  Syngnathus,
es  scheint  mir  daher  ganz  folgerichtig,  letzteres  einer  neu  aufzustellenden ­
  Gattung  zuzuweisen.  Die  Kennzeichen  derselben  wären
kürzlich  folgende:
Solenorhynchus.  Körper  walzenförmig,  dünn,  von
kantigen  Ringen  umgeben,  der  Schwanztheil  kurz,  Mund  am
Ende  der  Röhre  klein,  schief  aufwärts  gespalten.  Rückenflossen
zwei,  die  erste  mittenstehend,  die  zweite  über  die  Afterflosse,
eine  Anschwellung  des  Körpers  zwischen  beiden.  Bauchflossen
vor  der  Rückenflosse.  Schwanzflosse  zugespitzt.
Der  Kopf  und  der  Körper  dieses  schönen  Thierchens  haben
ziemlich  das  Aussehen  eines  jungen  Syngnathus  ferrugineus,  nur
sind  Hinterhaupt  und  Körperringe  wie  an  Hippocampus-Xrten  mit
vorragenden  kleinen  Dornen  besetzt.  36  Körperringe  liegen  zwischen
Kopf  und  Schwanz,  welcher  selbst  nur  noch  9  enthält;  erstere
scheinen  ein  sechsseitiges,  letztere  ein  vierseitiges  Prisma  gebildet
zu  haben.  Auffallend  ist  die  kleine  Anschwellung  am  Ende  des  Rumpfes, ­
  welche  nach  rückwärts  abgerundet  und  in  den  kurzen  dünnen
Schwanz  rasch  übergehend,  an  Aulostoma  erinnert.  Die  Flossen,
welche  hei  allen  Syngnathus  -  ähnlichen  Arten  so  kümmerlich  entwickelt ­
  sind,  dass  hei  manchen,  man  möchte  sagen,  ihre  beinahe
werthlose  An-oder  Abwesenheit  nur  mit  Mühe  nachzuweisen  ist,  sind
            
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