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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

Achille  de  Zigno  hier  angelangte  Sammlung  fossiler  Fische.  125

Müller  und  Henle  aufgestellten  und  mit  diesem  nahe  verwandten
recenten  Gattung  Trygonorhina  beigezählt  werden  müsse.  Die  gute
Erhaltung  und  der  glückliche  Umstand,  dass  das  Thier,  auf  dem
Rücken  liegend,  die  deutlichen  Umrisse  der  charakterisirenden
Nasenklappe  wahrnehmen  lässt,  gibt  mir  volle  Gewissheit,  dass  hier
abermals  ein  Typus,  welcher  in  der  lebenden  Welt  nur  spärlich
(durch  eine  Species)  vertreten  ist,  bereits  in  der  Vorwelt  seine
Repräsentanten  hatte.
Die  Gestalt  dieses  Rochens  erinnert  nahezu  an  jene  des  R/nnobatus
  Horkelii,  nur  sind  die  beiden  Vorderränder  der  Scheibe  gegen ­
  die  Nasenspitze  hin  nicht  einwärts  gebogen,  sondern  durchaus
sanft  convex,  so  dass  letztere  etwas  stumpf  erscheint.  Der  Diameter
der  Scheibe  enthält  11  Zoll,  ihre  Länge  12  Zoll.  Der  Zwischenraum
der  Nasenlöcher  oder  die  Breite  der  beinahe  viereckigen,  rückwärts
sanft  eingebuchteten  Nasenklappe  misst  1  Zoll  7  Linien,  die  Entfernung ­
  der  Nasenlöcher  von  der  Nasenspitze  4  Zoll  9  Linien.  Die  Brustflossen ­
  sind  rückwärts  stark  abgerundet,  die  Bauchflossen  zugespitzt,
4  Zoll  lang.  Der  dicke,  an  seiner  Basis  5  Zoll  breite  Schwanz  endigt
wie  gewöhnlich  mit  der  ihn  umfassenden  schiefen  Ruderflosse  und
misst  von  der  Scheibe  aus  18  Zoll.  An  den  Seiten  der  Wirbelsäule,
die  aus  zwar  dicken,  aber  sehr  kurzen  Wirbeln  besteht  (die  grössten
derselben  am  Ende  der  Scheibe  nehmen  zu  6  die  Länge  eines  Zolles
ein),  konnte  ich  von  dem  durch  Herrn  Th  io  liiere  (Annales  de  la
Soc.nat.  d'agriculture,  hist,  naturelle  et  arts  utiles,  Lyon  1848J
bei  seinem  neuen  Spatliobatis  gesehenen  Organe,  nichts  bemerken.
Die  Haut  ist  auf  der  Bauchseite  glatt,  auf  dem  Rücken  aber,  wie  es
an  vielen  Stellen  ersichtlich  ist,  woselbst  die  Überreste  der  Körpermasse ­
  abgesprungen  sind  und  die  Eindrücke  des  Rückens  im  Steine
sich  zeigen,  war  die  Haut  ganz  körnig.  Die  Stärke  der  Körner  nimmt
gegen  die  Mitte  der  Scheibe,  wo  noch  einige  Stücke  der  umgekehrten
Haut  selbst  sich  erhalten  haben,  bedeutend  an  Grösse  zu.  Vom  Schultergürtel ­
  aus,  über  die  Rücken-  und  Schwanzfirste  sind  die  Eindrücke  einer
Reihe  ziemlich  entfernt  stehender  kurzer  Rückenstacheln  bemerkbar.
Länge  des  Exemplares  2y a  Schuh.  —  Monte  Postale.
3.  Solenorhynchus  elegans.  Heck.
Die  Lophobranchier  aus  den  Zeiten  der  Vorwelt  gehören  zu  den
seltensten  Erscheinungen,  Agassiz  selbst  kannte  deren  nur  zwei
            
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