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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

der  Kreideschichten  in  den  Ostalpen.

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Resultate  ergeben  sich  aus  dem  genaueren  Studium  der  Gosauschichten
  von  St.  Wolfgang  und  anderen  Orten.
Ohne  in  weitere  Details  einzugehen  muss  ich  nur  noch  wenige
Worte  über  den  zweiten  paläontologischen  Tlieil  meiner  Abhandlung
beifügen.  Er  umfasst  die  Beschreibung  von  34  Species  Foraminiferen,
140  Anthozoen,  14  Bryozoen  und  15  Entomostraceen,  sämmtlich  aus
den  Gosauschichten  der  östlichen  Alpen.  Besonders  den  durch  ihren
Reichthum  und  ihre  Formenfülle  ausgezeichneten  Anthozoen  habe  ich
meine  Aufmerksamkeit  gewidmet,  da  dadurch  ein  Beitrag  nicht  nur
zur  paläontologischen  Kenntniss  der  Alpen  geliefert  wird,  sondern
auch  unsere  Kenntniss  der  fossilen  Anthozoen  überhaupt  gefördert
werden  dürfte;  denn  es  wird  wohl  nur  wenige  Punkte  geben,  die
eine  so  grosse  Menge  von  Arten  und  von  höchst  interessanten  Formen
insbesondere  auf  so  engen  Raum  zusammengedrängt  und  in  einer  so
grossen  Menge  von  Individuen  darbieten  möchten,  als  eben  die  Gosau.
Von  sämmtlichen  140  Arten  waren  bisher  nur  31  theils  durch  Goldfuss,
  theils  durch  Michel  in,  d’Orbigny  und  besonders  durch
Milne-Edwards  beschrieben  worden.
Von  Foraminiferen,  Bryozoen  und  Entomostraceen  hat  man  bisher
keine  einzige  Species  aus  der  Gosau  gekannt.  Die  Untersuchung  der
sparsamen  und  sehr  fragmentären  eckschuppigen  Fischreste  aus  den
kohlenführenden  Stinkmergeln  von  St.  Wolfgang  verdanke  ich  meinem
verehrten  Freunde,  Herrn  Akademiker  He  ck  el,  welcher  bei  ihnen  die
grösste  Analogie  mit  dem  bisher  als  rein  paläozoisch  anerkannten
Genus  Palaeoniscus  fand;  eine  sehr  merkwürdige  Thatsache,  wenn
sie  durch  Auffindung  vollständiger  erhaltener  Reste  ihre  Bestätigung
finden  sollte.
Im  Anhänge  endlich  habe  ich  noch  die  Charakteristik  von  11  Arten ­
  Acephalen  und  6  Gasteropoden  beigefiigt,  meist  kleine  bisher  ganz
übersehene  Formen.  Die  übrigen  Mollusken  habe  ich  nicht  berücksichtigt, ­
  um  fremden  Arbeiten  nicht  vorzugreifen.  Beinahe  von  sämmtlichen ­
  beschriebenen  Arten  habe  ich  auf  30  Tafeln  getreue  Abbildungen ­
  beigegeben,  sowie  auch  eine  geognostische  Karte  des  Gosauthales
  geliefert  wurde.
            
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