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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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He  ekel.  Bericht  über  die  vom  Herrn  Cavaliere

Vortr  äge.
Bericht  über  die  vom  Herrn  Cavaliere  Achille  de  Zigno
hier  angelangte  Sammlung  fossiler  Fische.
Von  dem  w.  M.  Jakob  Ile  ekel.
Die  Sammlungen  der  k.  k.  naturhistorischenHof-Cabinete  sind  vor
kurzem  durch  einen  Zuwachs  bereichert  worden,  dessen  Inhalt  es  in
jeder  Beziehung  verdient  zur  Kenntniss  einer  hohen  kais.  Akademie
der  Wissenschaften  gebracht  zu  werden.  Es  besteht  dieser  Zuwachs
in  einer  reichhaltigen  Sammlung  fossiler  Fische,  welche  nicht  nur  in
Auswahl,  Erhaltung  und  Grösse  der  Exemplare  nichts  zu  wünschen
übrig  lassen,  sondern  auch  noch  manche  bisher  unbekannt  gebliebene
Arten  enthält;  selbst  Gattungen,  wie  UroIophusMüW.,  Albula  Gron.
und  Megalops  Lacep.  tauchen  darunter  auf,  von  welchen  ersteren
man  nicht  wusste,  dass  sie  bereits  Repräsentanten  in  der  Vorwelt  besassen
 1 ),  ja  manche  Verbindungen  typischer  Formen  führen  sogar  dem
überraschten  Auge  Gestalten  vor,  deren  Dasein  durchaus  nicht  geahnt
werden  konnte,  und  die  nun  als  neu  hervorragend  in  der  Reihe  organischer ­
  Körper  den  ihnen  gebührenden  Rang  einnehmen  werden.
Herr  Cavaliere  Achille  de  Zigno,  Ritter  des  Ordens  der
eisernen  Krone  dritter  Classe,  Podestä  der  Stadt  Padua,  bekannt
durch  seine  treue  Anhänglichkeit  an  das  Allerhöchste  Kaiserhaus
und  durch  seine  geologisch-paläontologischen  Schriften  der  gelehrten ­
  Welt  befreundet,  veranstaltete  seit  einigen  Jahren  diese  Sammlung ­
  mit  bedeutenden  Kosten,  sowohl  an  den  berühmten  Localitäten
des  Monte  Bolca  und  Monte  Postale,  als  an  einem  anderen  noch  gänzlich ­
  unerforschten  neuen  Fundorte,  Chiavon  presso  di  Farro,  Distritto
Marostica  im  Vizentinischen  und  legte  dieselbe,  nachdem  sie  eine
Anzahl  von  123  Platten  erreicht  hatte,  als  ein  Geschenk  und  Zeichen
innigster  Theilnahme  an  der  glücklichen  Wiedergenesung  Seiner  k.  k.
Apost.  Majestät  Allerhöchstderselben  zu  Füssen.  Die  meisten  der
Platten  sind  paarig,  sogenannte  Doppelplatten,  die  je  ein  Individuum
verschliessen,  einige  über  4  Fuss  lang  und  bei  100  Pfund  schwer.
Sämmtliche  Platten  enthalten  112  Individuen,  welche  mit  Inbegriff
zweier  Krebse,  38  verschiedenen  Arten  angehören.
1 )  Von  Megalops  gibt  Agassiz  eine  Art,  M.  priscus,  im  Londonthone  auf
kSheppy,  jedoch  ohne  Beschreibung  an.
            
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