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Reu ss. Beiträge zur Charakteristik
turonien und vielleicht auch der untersten Schichten des Senonien
in den östlichen Alpen sind, dass ihnen also so ziemlich dieselbeStellung
zukomme, wie dem böhmischen und sächsischen Pläner.
Ich habe bisher unter den Gosauversteinerungen 105 Arten
erkannt, welche schon aus den Kreideschichten anderer Länder
bekannt geworden sind. Unter ihnen zähle ich
18 Foraminiferen
24 Anthozoen
4 Bryozoen
8 Rudisten
3 Brachiopoden
23 Acephalen
13 Gasteropoden
1 Cephalopode
2 Anneliden
9 Entomostraceen.
105
Von dieser Gesammtzahl kommen 83 Arten im Systeme turonien
wenn man den Pläner darin mit einbegreift, vor, nur 52 Arten aber
im Systeme senonien mit Inbegriff des böhmischen Plänermergels,
und von diesen gehören 21 gleichzeitig auch noch dem Turonien an.
Nur 16 Arten sind bisher im Senonien ausschliesslich gefunden worden.
Diese Vergleichung, die ich noch weiter durchgeführt halte,
gibt uns schon hinreichende Gründe an die Hand, aus denen die
grosse Annäherung der Gosaugebilde an die Kreideschichten des
Systeme turonien hervorgeht.
Nur eines sehr in die Augen fallenden und in hohem Grade das
eben Dargelegte bestätigenden Umstandes muss ich noch Erwähnung
thun. Die schon früher erwähnten Hippuritenkalke umschliessen
vorzugsweise Anthozoen und Rudisten. Von den ersten sind mir 140
Arten bekannt geworden, von letzteren, die ich nicht zum besonderen
Gegenstände meiner Untersuchungen gemacht haben, nur 10 Arten.
Von den 24 auch schon anderwärts gefundenen Anthozoen sind 23,
die erwähnten Rudisten aber alle dem Systeme turonien eigentlnimlicli
und zwar der d’Orbigny’schen dritten Rudistenzone, wie solche
in Frankreich in den Corbieres, bei Ucliaux, Bains-de-Rennes, La
Lädiere u. s. w. so schön entwickelt ist. Eine Übereinstimmung,
die man gewiss in höherem Grade nicht erwarten kann. Dieselben